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Kings Canyon und Uluru-Kata Tjuta National Park (10.11.-12.11.23)

Früh um halb 5 Uhr stehen wir auf, um punkt 6 Uhr am Kings Canyon zu sein. Dort wollen wir den „Kings Canyon Rim Walk“ wandern (6 km, 3-4 Stunden). Man darf im Sommer die Tour nicht nach 9 Uhr beginnen, da es sonst zu heiß ist, d.h. die Tore werden dann von den Rangers geschlossen. Einfach wunderschön, für mich bislang mein Highlight in Australien.

Oben am Plateau des Kings Canyon angekommen, wird man mit einer tollen Aussicht belohnt
Blick in den gerade fast ausgetrockneten Kings Creek
Domes – Felsformationen
Ein Lookout vom Plateau des Kings Canyon
Gesteinsschichten verschiedener Farben an einer Wand des Canyons
2 Meter Abstand zum Rand ist erwünscht… damit ich keine Angst habe, dass Marco da hineinfällt, legt er sich für das Foto hin… 🙂
Felswände des Canyons von ca. 100m Höhe
Immer wieder gibt es tiefe Spalten zu sehen

Anschließend fahren wir 310 km zum Uluru-Kata Tjuta National Park und übernachten dort im Ayers Rock Campground.

Am nächsten Tag müssen wir noch früher aufstehen, also um 3:30 Uhr, da uns um 4:30 Uhr ein Bus abholt. Wir haben zum allerersten Mal Touren mit Guide gebucht 🙂

Die erste Tour geht wie gesagt sehr früh los, um den Sonnenaufgang zu sehen. Wir werden 50 km zum Aussichtspunkt von Kata Tjuta (bzw. vor 1995 Olgas genannt) gefahren, welcher der Zwilling vom Uluru (bzw. Ayers Rock) ist. Dort gibt es ein Frühstück. Danach geht es zu einem 7 km langen, steinigen Wanderweg um den Kata Tjuta herum, der sich „Valley of the Winds“ nennt. Heute gehört fast die Hälfte der Landfläche des Northern Territory den Aborigines. Deswegen darf man nur einen gewissen Teil von Kata Tjuta besuchen oder fotografieren.

Kata Tjuta Aussichtspunkt – ca. 8km entfernt – insgesamt 36 Felsendome erheben sich aus der flachen Umgebung
Sonne hinter Kata Tjuta
Sonnenaufgang um 5:52Uhr
Kata Tjuta bedeutet in der Sprache der Aborigines „Viele Köpfe“…
Mount Olga – mit seinen 564 Metern ist er sogar noch höher als der Uluru
Valley of the Winds (Tal der Winde) heißt der Wanderweg – hier spürt man die Winde und den Düseneffekt
Kata Tjuta hat unzählige Löcher und Auswaschungen… schaut aus wie ein Käse 🙂
Das Gestein ist so rot, weil es einen höheren Anteil Eisen enthält, welches an der Luft oxidiert

Die zweite Tour machen wir am Abend ab 18 Uhr. Wir buchen „Sound of Silence“, d.h. wir werden mit dem Bus zu einer kleinen Düne gefahren und bekommen ein 3-Gänge Menü mitten in der Wüste serviert. Dazu gibt es Sektempfang, wobei man in der Ferne den Uluru & den Kata Tjuta sehen kann. Außerdem spielt im Hintergrund Einer Didgeridoo und nach dem Hauptgang erzählt uns Jemand etwas über den südlichen Sternenhimmel. Alles sehr teuer und romantisch, denn wir feiern auch unser 7-Jähriges 🙂

Musiker, der Didgeridoo spielt

Am nächsten Tag fahren wir Vormittags vom Campingplatz zum berühmtesten Wahrzeichen von Australien, dem Uluru (bzw. früher Ayers Rock genannt). Er ist ein gewaltiger, roter Sandsteinmonolith und gilt für die Aborigines als Heiliger Berg. Er ist ca. 3 km lang und 350 Meter hoch.

Aussichtspunkt: 2 km vom Uluru entfernt
Etwas müde vom langen Abend zuvor 🙂
Beim näher herangehen sieht der Uluru ganz anders aus und man erkennt die verschiedensten Formen
In solchen Höhlen haben die Aborigines früher Feuer gemacht und Essen gekocht
Hier fliesst das Wasser bei Regen hinab in ein Wasserloch, damals und heute eine wichtige Wasserquelle
Kantu Gorge – Auch ein Wasserloch am Uluru
An manchen Stellen spendet der Uluru viel Schatten in der heißen Wüste Australiens
Malereien der Aborigines sind am Uluru zu sehen
Mutitjulu – Ein weiteres Wasserloch am Uluru

Vom Uluru fahren wir nun ca. 500 km nach Marla und stellen die Uhrzeit wegen der Sommerzeit um eine Stunde vor, denn wir verlassen das Northern Territory. Wir sagen „Palya“, also in der einheimischen Sprache „Auf Wiedersehen“ zum NT und Willkommen South Australia 🙂

Übrigens: Da South Australia der einzige Staat in Australien ist, in dem es noch keine Fruchtfliegen gibt, ist die Einfuhr von Früchten hier verboten. Wir haben also vor der Staatsgrenze erstmal Inventur gemacht und alles weggeschmissen, was irgendwie nach Obst oder Gemüse aussieht, um es dann in Marla wieder einzukaufen 🙂

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Wilhelm

    Ihr Lieben,
    ich beneide euch. Ich kann mich noch gut an die Olgas erinnern und an den langen heißen Marsch in der Mittagszeit. Jeder bekam zwei Liter Wasser mit und alle halbe Stunde wurde kontrolliert, ob wir auch ausreichend getrunken hatten. Am nächsten Tag wollten wir den Sonnenaufgang über dem Ayers Rock sehen – langes warten und es war dann gar nicht so toll. Man hatte mir auch versprochen auf den Ayers hinaufsteigen zu dürfen, später dann gesagt, das sei gefährlich, weil es regnen könnte. Stattdessen sind wir dann einmal um den ganzen Berg herumgelaufen. Ihr habt schöne Bilder gemacht und man sieht, dass es euch gut geht. Ich hab gesagt: Marcos Bauch ist fast so groß wie meiner. Inge sagt, dass das nicht stimmt. Ich freue mich, dass ihr so viel Schönes erleben dürft und wünsche euch weiterhin eine gute und glückliche Reise.
    Viele liebe Grüße
    Papa Wilhelm

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