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Chile – Von Punta Arenas zur Insel Feuerland (26.02.-02.03.24)

Mit unserem mittlerweile schon 19ten Flug in den letzten 5 Monaten landen wir in Punta Arenas, der größten Stadt Südpatagoniens. Wir werden am Flughafen abgeholt und zum Camperverleih gebracht, welcher 45km südlich der Stadt liegt. Wir lassen uns den Camper zeigen und fahren zurück nach Punta Arenas um erst einmal einzukaufen, denn nur dort gibt es Supermärkte.

Unser Camper – Ein Pickup 4-WD mit Kabine
Unser kleines Zuhause für die nächsten 4 Wochen
Der Camper hat Dusche und Toilette.

Hier in Südpatagonien darf man wild campen, daher fahren wir nach dem Einkauf an einen Platz an der Küste Bahia Carrera und übernachten dort, denn in der Nähe steht ein Katamaran, mit welchem wir um 5Uhr morgen früh unsere Wal- und Gletscher-Tour starten.

Unser riesiger „Katamaran Magallanes 500“, auf welchem 100 Leute mitgefahren sind.

Wir fahren ca. 162 Seemeilen um die südlichste Spitze von Amerika in der Magellanstraße, welche eine Meerenge ist, zwischen dem südamerikanischen Festland, den südlichen Inseln und dem Feuerland und welche den atlantischen mit dem pazifischen Ozean verbindet.

Wir fahren ca. 300km und sind fast 12 Stunden unterwegs auf See.

Wir sehen auf unserer Tour ca. 20 Buckelwale!! Mit so vielen Walen haben wir nicht gerechnet, es war einfach fantastisch. Danach fahren wir zum kalbernden Gletscher von Santa Inés.

Babsi an der Magellanstraße, in welchem früher, vor der Zeit des Panama-Kanals, viele Schiffe durchgefahren sind.
Marco am Kap Froward – Südlichster Punkt des südamerikanischen Kontinents
Die Schwanzflosse eines abtauchenden Buckelwales
Buckelwale sind ca. 12-15 Meter lang.
Beim Abtauchen bildet der Wal einen Buckel. Dieses Verhalten ist der Grund für seinen Namen.
Sie sind meistens in Gruppen unterwegs.
Der Buckelwal hebt beim Abtauchen seine Schwanzflosse komplett aus dem Wasser.
Hier drei Buckelwale, welche ihre Atemluft durch das Blasloch mit hohem Druck ausstoßen, was als Nebelfontäne sichtbar wird.
Teilweise waren sie ganz nah an unserem Katamaran, so dass wir deren Gesang hören konnten.
Hier sieht man zur Abwechslung ca. 30 Seelöwen im Wasser.
Manche Seelöwen liegen auch ganz faul auf den Steinen herum.
Wir sehen viele Vögel am Felsen.
Es sind Vögel aus der Familie der Kormorane.
Wir nähern uns dem Gletscher Santa Inés und es schwimmen überall Eisbrocken herum.
Die Schiffscrew fängt mit dem Kescher einen Eisbrocken…
…und es wird nun Eis vom Gletscher mit Whiskey oder Pisco Sour angeboten. Prost!
Gletscher Santa Inés
Manchmal sehen wir Brocken vom Gletscher abfallen.
Richtig blau ist der Gletscher.

Danach fahren wir wieder ein paar Stunden zurück zum Hafen, in welchem unser Camper steht. Da es in Chile erst um halb 9Uhr dunkel wird, fahren wir noch eine Stunde Richtung Süden und übernachten am Ende dieser Straße. Sie hört hier auf und es gibt nur noch einen kleinen Wanderweg, welcher zum „Faro San Isidro“, dem südlichsten Leuchtturm des südamerikanischen Kontinents, führt. Diesen wandern wir am nächsten Tag.

Wanderweg zum „Faro San Isidro“
Wir sehen einen Andenschakal am Strand
Wir sehen einen Rotbrustfischer – er ist der größte Eisvogel auf dem amerikanischen Kontinent
Blick vom Leuchtturm auf die Meeresbucht
Wegweiser zum Leuchtturm
Blick auf die Halbinsel, auf welcher der Leuchtturm steht.
„Faro San Isidro“

Nach der 12km-Wanderung fahren wir zurück Richtung Norden kurz vor die Stadt Punta Arenas. Bevor es am nächsten Tag aufs Land in die Einsamkeit an Punta Arenas vorbei geht, kaufen wir dort noch einmal ein, tanken, füllen Wassertank auf, leeren unsere Toilette und lassen ein defektes Autolicht reparieren. Alles nicht so einfach, denn nicht an jeder Tankstelle gibt es Wasser, darf man seine Toilette entsorgen oder gibt es Glühbirnen zu kaufen, da muss man erst einmal zu drei verschiedenen Tankstellen und einem Autohändler fahren. Wir müssen uns an das nicht ganz so luxuriöse Camperleben gewöhnen, denn es ist alles abenteuerlicher, enger und nicht so einfach wie mit Mietwagen und Hotels.

Nachmittags kommen wir im Nationalpark Pali Aike an. Dort gibt es drei Sehenswürdigkeiten, zu denen wir wandern, nämlich eine Lagune, einen Vulkankrater und eine Höhle. Danach dürfen wir bei dem Ranger vor dem Haus übernachten, aber auch nur, weil wir eine eigene Küche und eine eigene Toilette haben.

„Laguna Ana“ im Nationalpark Pali Aike
Wir sehen überall „Guanacos“, nicht nur in diesem Park.
Weg zum Vulkankrater „Morada del Diablo“
Wir laufen über riesiges, schwarzes Lavagestein.
Hinter dem Vulkankrater befindet sich die argentinische Grenze.
Marco vor dem Vulkankrater „Morada del Diablo“
Marco filmt ein Guanaco, welches ganz nah herangekommen ist.
„Cueva Pali Aike“ – Eine Höhle, in welcher vor tausenden von Jahren Menschen gewohnt haben.
Aussicht über den Nationalpark Pali Aike

Am nächsten Tag fahren wir zur Fähre, welche uns vom südamerikanischen Festland auf die Insel Feuerland „Tierra del Fuego“ bringt. Danach fahren wir ca. 128km zur „Bahia Inutil“, eine Bucht an der Magellanstraße. Dort haben wir um 13Uhr eine Pinguin-Tour gebucht. Wir sehen hier die zweitgrößten Pinguine der Welt, die Königspinguine. 

Hier an einem kleinen Fluß der Magellanstraße versammeln sich die Königspinguine und sind vor ihren Feinden – nämlich den Orcas und den Füchsen – geschützt.
Wir müssen mindestens 50 Meter entfernt bleiben und dürfen nicht laut sein, um die Königspinguine nicht zu stören.
Es gibt 10 verschiedene Pinguinarten. Der Königspinguin hat einen auffälligen orangenen Hals.
Je orangener der Hals, desto älter der Pinguin. Ist er eher hellgelb, handelt es sich um einen ganz jungen Pinguin.

Anschließend fahren wir ca. 131km zum Lago Blanco, an welchem wir übernachten. Hier sind wir fast alleine, mitten im nirgendwo des chilenischen Teils von Feuerland.

„Lago Blanco“
Unser Camper am Lago Blanco – Wir genießen die Stille am See.

Am Tag darauf fahren wir über die Grenze „Paso Bellavista“ in den argentinischen Teil von Feuerland. Hier müssen wir Reisepässe und viele weitere Zettel zeigen, außerdem darf man kein Obst, Gemüse oder Milchprodukte mitnehmen. Nach einer Stunde ist alles erledigt und wir fahren insgesamt noch ca. 260km nach Ushuaia, zur südlichsten Stadt der Welt. Hier in dieser Region verbringen wir nun die nächsten 5 Tage.

Bis bald 🙂

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Inge Wehrfritz

    Schön, wieder einmal von euch zu lesen. Woher wisst ihr eigentlich immer die Namen der verschiedenen Tier- und Vogelarten? Googled ( englisches Wort verdeutscht) ihr es immer? Wir waren in den letzten Tagen sehr mit uns und Familie beschäftigt, deshalb erst heute diese Sätze. Aber eure Reise macht auch uns Spaß,
    Und die Tierwelt ist fantastisch, aber passt auf die Pumas auf und übernachtet in Ranchernähe. Ganz liebe Grüße von Mutter

  2. DieserDave

    Hab mal gehört, dass Pumas ihre Beute von hinten angreifen, es soll helfen sich Augen auf die Rückseite der Mütze zu kleben.
    Erfriert nicht, man kann auch mit Jacke im Bett liegen!

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