Der Flug nach Australien war schwieriger als gedacht. Nach mehrmaliger Verschiebung wurde unser Flug komplett gestrichen und wir durften auf Kosten der Airline im Flughafen-Hotel übernachten. Den nächsten Tag haben wir dann am Flughafen verbracht, da unser Ersatzflug erst abends ging. Also haben wir nochmal die Gelegenheit genutzt und die japanischen kulinarischen Spezialitäten ausprobiert 🙂





Nun gehts endlich weiter nach Darwin, der nördlichsten Großstadt Australiens und Hauptstadt der Region Northern Territory.

Durch die Verschiebung unseres Flugs haben wir leider nur noch einen Tag Zeit in Darwin. Wir haben also einen etwas längeren Spaziergang durch die Stadt gemacht und uns ein paar Sehenswürdigkeiten angeschaut.

















Darwin wurde 1869 gegründet und seitdem schon dreimal wiederaufgebaut, nachdem es 1897, 1937 und 1974 durch Zyklone fast vollständig zerstört worden war.
Am nächsten Tag haben wir dann unseren Campervan abgeholt und sind Richtung Süden gefahren, um erstmal einzukaufen.

Anschliessend haben wir uns bei Alex auf dem Grundstück erstmal eingerichtet. Sie bietet Stehplätze für Caravans an und war sehr gastfreundlich. Auch ihre drei Hunde waren lustige Zeitgenossen 🙂


Nach der ersten Nacht im Camper mussten wir feststellen, es ist nachts echt warm – ca. 30 Grad. Diesmal hatten wir einen Stehplatz mit Strom und konnten somit die Klimaanlage im Camper nutzen. Mal sehen, wie es ohne wird 🙂 Los gehts, in drei Wochen wollen wir in Adelaide sein 🙂

Unser erstes Ziel war das Fogg Dam Conservation Reserve, eines der bedeutendsten Feuchtgebiete im Norden Australiens und Heimat vieler Vogelarten und anderer Tiere. Man konnte mit dem Auto auf einem Damm entlang fahren und die Tierwelt bestaunen. Zu Fuß war der Walk wegen Krokodilen geschlossen. Gesehen haben wir aber keins 🙂






Danach ging es weiter Richting Kakadu National Park. Auf dem Weg dorthin gab es noch einige Lookouts zum Anhalten, wo man die Tierwelt der nordaustralischen Wetlands beobachten kann.









Abends sind wir dann auf unserem Campingplatz, der Kakadu Lodge, erstmal in den Pool gesprungen.

Die 40 Grad tagsüber sind eigentlich nur im Auto beim Fahren auszuhalten. Deshalb haben wir beschlossen, unsere Wanderschuhe rauszuholen und am nächsten Tag in der Mittagssonne erstmal zwei Wanderungen im Kakadu National Park zu machen 🙂 4 Liter Wasser am Tag sind kein Problem.


Gleich bei der ersten Wanderung zum Nawurlandja Lookout haben wir ein älteres Ehepaar aus Basel getroffen und unsere Schwyzerdütsch wieder etwas aufgebessert. Sie hatten die selben Ziele an dem Tag wie wir und wir sind uns noch mehrmals über den Weg gelaufen 🙂
Danach ging es in die Burrungkuy (Nourlangie) Region, wo man alte Felsmalerein der Aborigines findet. Dargestellt wurden meist figurativ die Tierwelt und Menschen. Bilder wurden auf Fels gemalt und geritzt, in Sand gezeichnet, auf Körper und Baumrinden gemalt.





Nachmittags ging es dann zum Cahills Crossing, ein Aussichtspunkt, wo man Krokodile beoachten kann, wie sie auf ihr Mittagsmal warten 🙂 Der Alligators River flutet bei Hochwasser die Straße und die Fische werden den bereits wartenden Krokodilen auf dem Tablett serviert 🙂




Ein weiteres Highlight war der Ubirr-Rock. Auch hier konnte man die Kunst der Aborigines bestaunen und von einem Aussichtspunkt aus die Überflutungszone von Nadab anschauen. Während der Regenzeit (November bis März) steht dieses Gebiet 2-6 Monate lang unter Wasser.







Abends sind wir dann noch weiter südlich gefahren zum nächsten Campingplatz, der Cooinda Lodge, wo wir auch umgehend den Pool aufsuchten. Unsere Camping-Nachbarn sind ein Ehepaar mit Baby aus Israel, die bereits seit 7 Wochen mit ihrem Wohnmobil durch Australien fahren und nun aufgrund der aktuellen Situation in ihrer Heimat noch ein paar Wochen Neuseeland hinten dran hängen, um nicht heimfliegen zu müssen.
Am nächsten Tag buchen wir früh um 6:45Uhr eine Bootsfahrt in den Yellow Water Wetlands. Yellow Water (Ngurrungurrudjba) ist Teil der Überschwemmungsebene des South Alligator River und bietet unglaubliche Ausblicke auf die Tierwelt, darunter einige beeindruckende Salzwasserkrokodile.









Nun verlassen wir den Kakadu National Park auch schon wieder. Mit einem 4WD hätten wir vielleicht mehr gesehen, aber auch mehr Zeit dafür gebraucht. Mit unserem Straßenkreuzer sind wir dafür flexibler und sind mit Dusche und WC unabhängig. Wir fahren zunächst nach Pine Creek, um wieder auf den Stuart Highway zu gelangen, die Nord-Süd Verbindung zwischen Darwin und Adelaide. Tanken und Wasservorrat kaufen bei jeder Gelegenheit ist hier bei diesen Entfernungen Pflicht! Der Liter Diesel kostet hier im Outback übrigens bis zu drei Australische Dollar, was immernoch billiger ist, als in Deutschland – bemerkenswert 🙂


Viel Spass, immer volle Tanks und Batterien, abgesehen vom Grauwasser!
Beim Lesen denke ich immer: warum habt ihr uns nicht mitgenommen? Es macht viel Spaß eure Reisebeschreibung zu lesen. Die weißen Vögel auf dem einen Bild mit der Unterschrift: „‚andere Vögel“: das sind die „Kakadus“. Mit denen hättet ihr sprechen können! Weiterhin gute Fahrt, Mutter