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Kangaroo Island und Adelaide (19.11.-24.11.23)

Auf geht es nach Kangaroo Island. Sie ist die drittgrößte Insel Australiens und Heimat für einheimische Wildtiere wie Seelöwen, Koalas, Kängurus und vielen Vogelarten. 1802 ist der britische Entdecker Matthew Flinders hier an Land gegangen und benannte diese Insel Kangaroo Island.

Wir fahren von Goolwa nach Cape Jervis (76km) und von dort geht es mit der Fähre auf die Insel. Da unser Campervan sieben Meter lang ist, war das nicht ganz so billig 😉

Unser Campervan steht in der Mitte, Marco sieht man rechts auf dem Bild 🙂

Dort angekommen fahren wir ca. 130km fast auf die andere Seite der Insel zu unserem Campingplatz. Auf dem Weg dorthin noch schnell ein Aussichtspunkt…

Kangaroo Island – Blick auf die Bucht Pelican Lagoon
Kangaroo Island – Mt. Thisby Lookout mit Blick zum südlichen Ozean

… und eine Sanddüne „Little Sahara“.

Babsi klettert als erstes auf die Spitze der Sanddüne
Marco folgt….
…und hat es auch geschafft 🙂
Sanddüne „Little Sahara“

In der Dämmerung an unserem Campingplatz strömen plötzlich alle Nachbarn zu einem Baum, denn dort sitzt ein Koala und knabbert an den Blättern herum. Nachts hören wir ihn oft mit seinem Brunftschrei grunzen, was sich so anhört wie ein Wildschwein.

Am nächsten Tag fahren wir in den Flinders Chase National Park. Über ein Drittel der Insel ist Naturschutzgebiet und daher wird auch Eintritt verlangt. Wir machen eine kleine Wanderung vom Leuchtturm „Cape du Couedic“ zum „Admirals Arch“, das ist ein durch Wind und Wellen geformter Bogen, durch den man das Meer sehen kann. Auf der Wanderung dorthin sehen wir ein paar wilde Kängurus & Wallabys. Der Ausblick an den Klippen des Ozeans ist dann einfach atemberaubend, wenn die Gischt so über die Felsen schlägt. Ein wenig tiefer sieht man viele Seelöwen, die sich im Wasser und auf den Felsen tummeln.

Blick auf den Flinders Chase National Park
Fahrt zum Admirals Arch – Oft gibt es nur eine Straße
Leuchtturm Cape du Couedic
Wir entdecken auf unserer Wanderung ein wildes Känguru
Klippen bei Admirals Arch
Admirals Arch – Bogen zu dem man auf das Meer schauen kann
Seelöwen bei den Klippen am Admirals Arch

Wir wandern wieder zum Parkplatz am Leuchtturm zurück und fahren ein Stück weiter zu den „Remarkable Rocks“. Dies sind riesige Felsen, einige davon ausgehöhlt. Wind, Regen und Sand haben in den letzten 550 Millionen Jahren den harten Granit ausgewaschen und so die bizarren Formen entstehen lassen.

Marco hat sich versteckt… 😉

Wir fahren zurück zum Campingplatz, um Mittag zu essen und machen dann Nachmittags eine gebuchte Koala-Tour mit unserem Guide Josh im „Hanson Bay Wildlife Sanctuary“. Er läuft mit uns durch den „australischen Busch“, zeigt uns wilde Koalas und erzählt viel über sie. Wir sind total begeistert, denn wir entdecken mindestens zehn Koalas und sogar eine Koala-Mama mit Kind.

Koalas essen mindestens ein Kilo Blätter am Tag, welche sogar giftig sind. Diese zu verdauen kostet Energie, daher schlafen sie ununterbrochen.

Koalas haben irrwitzige Schlafpositionen
Koala-Mama mit Kind
Während Koala-Mama isst, krabbelt Koala-Kind auf dem Baum umher

Früh am nächsten Tag fahren wir zur Vivonne Beach. Sie soll einer der schönsten Strände auf Kangaroo Island sein. Es ist jedoch zu kühl, um zu Baden, also schießen wir nur ein paar Fotos.

Vivonne Beach
Wir beide alleine am Vivonne Beach

Anschließend geht es weiter zu Seal Bay. An diesem Strand entspannen viele Seelöwen und man kann von einem Steg aus zu ihnen hinunter schauen.

Die kleinen schwarzen Punkte auf dem Bild sind Seelöwen…
Seelöwen am Strand von Seal Bay

Unsere letzte Sehenswürdigkeit auf Kangaroo Island ist eine Greifvogel-Show. Es werden aber auch Papageien gezeigt. Einen durfte ich sogar kurz halten.

Keilschwanzadler – der größte Greifvogel in Australien
Pazific Baza – Habicht
Babsi mit einem Rotschwanz-Rabenkakadu auf dem Arm
Australischer Baumfalke
Australische Schleiereule, die gerade eine Maus als Belohnung bekommen hat…

Nun geht es mit der Fähre wieder zurück aufs Festland. Wir fahren nach Normanville, um dort zu übernachten und geben am nächsten Tag den Camper in Adelaide ab. Wir sind mit ihm insgesamt 5333km gefahren! Es heißt ab jetzt: Tschüss liebes Camperleben, willkommen Hotelleben 🙂

Zwei Tage übernachten wir in einem Hotel in Adelaide. Es regnet leider ununterbrochen, aber das hält uns nicht auf, die Stadt anzuschauen. Am ersten Tag laufen wir ca. 6 Stunden rund 13km in der Stadt herum, um uns deren schönsten Highlights anzuschauen.

Anglikanische St.Peters Cathedral
Palm House im botanischen Garten
Waterlily Pavillon im botanischen Garten
International Rose Garden im botanischen Garten
Bicentennial Conservatory im botanischen Garten
Wir bezahlen Eintritt für die Internationale Fotographie-Ausstellung „Wildlife Photographer of the Year“, welche wir im bicentennial Conservatory im botanischen Garten besucht haben
Adelaides Innenstadt ist von vielen grünen Parks umgeben – hier steht Babsi an einem riesigen Baum im Red Gum Park
Wir wollen die ehemalige Formel 1 Strecke anschauen, jedoch ist alles abgesperrt wegen VAILO ADL 500 – auch ein Autorennen 🙂
Universität von South Australia in Adelaide
Adelaide Arcades
In den Straßen der Rundle Mall von Adelaide – Marco ist der zweite von rechts 😀
Town Hall – Das Rathaus von Adelaide
St. Francis Xavier’s Catholic Cathedral
Marco vor einem großen Weihnachtsbaum am Victoria Square
Berühmter Central Market von Adelaide
Es gibt hier alles an Essen zu kaufen – Marco interessiert sich natürlich für den Käse 🙂
Chinatown in Adelaide
Weihnachtlicher Schmuck plus Marco als Geschenk am Light Square
Hauptbahnhof von Adelaide
Fluß Torrens mit der „Riverbank Precinct“-Fußgängerbrücke (rechts) und deren Skyline im Hintergrund

Am nächsten Tag regnet es wieder und wir beschließen, einen halben Tag Friseur- und Waschtag einzulegen und Nachmittags um 15 Uhr ein dreistündiges Cricket-Spiel im Stadion Adelaide Oval anzuschauen.

Stadion Adelaide Oval
Tickets für 2 Spiele der Cricket Frauen WBBL
Thunder Sydney gegen Heat Brisbane
Abends das nächste Spiel – Adelaide Strikers gegen Perth Scorchers

Nach ca. 4 Stunden Cricket anschauen machen wir uns auf den Heimweg zum Hotel. Wir haben Glück, denn wir sehen noch im Park ein sich selten zeigendes Tier, ein Ringtail Possum (Ringelschwanzbeutler).

Ringtail Possum

Unser Fazit für Australien:

Die Größe und Weite des Landes Australiens kann man einfach nicht in Worte fassen, vor allem im Outback spürt man die Unendlichkeit, weil man bis zum Horizont und darüber hinaus schauen kann und einfach nichts außer trockene Wüsten-Steppe sieht. Das ist sehr faszinierend.

Außerdem beeindruckt Einen in Australien die Vielfalt der Tiere. Überall hört und sieht man große und kleine Tiere, wenn man mit dem Camper auf dem Land unterwegs ist. Zum Glück ist uns aber kein Känguru in den Campervan gehüpft, wir sind keinem gefährlichen Krokodil beim Baden begegnet, sind auf keine giftige Schlange getreten und es hat sich keine giftige Spinne in unseren Schuhen versteckt.

Die Australier hier sind alle freundlich und entspannt. Sie begrüßen Einen immer, auch während der Autofahrt, und mit ihrem Ausdruck „no worries“ vermitteln Sie pure Gelassenheit.

In Darwin, Alice Springs und anderen kleineren Städten im Outback spürt man ein bisschen die Angespanntheit zwischen den Aborigines und den Australiern und man weiß nicht ganz, wie man damit umgehen soll. Wir hoffen, dass dies mit den Jahren besser wird.

Das Wetter ist tagsüber schön sonnig, aber wenn man durch das ganze Land fährt trotzdem sehr unterschiedlich. Im November ist es im nördlichen „Northern Territory“ tropisch heiß und nachts kaum auszuhalten, weil man nur schwitzt. Im Outback tagsüber noch viel viel heißer, immer über 40 Grad, nur mit Klimaanlage auszuhalten, aber dafür sehr trocken. Und in South Australia sehr viel kühler, tagsüber ca. 20-25 Grad, nachts aber nur 9-15 Grad.

Wir kommen gerne ein weiteres Mal in unserem Leben hierher. Aber jetzt sagen wir erst einmal Tschüss Australien! Auf geht es nach Fidschi 🙂

Bis bald 🙂

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Achim Stadermann

    Hallo Ihr Lieben, ganz lieben Dank für die schönen Fotos die Ihr uns geschickt habt. Das habt Ihr alles wunderbar organisiert, Das wird für immer in eurer Seele haften bleiben. Auch für die kommenden Wochen die Ihr noch unterwegs seid ,genießt jeden Tag, aber passt auf euch auf.
    Ganz liebe Grüße von Renate und Achim.

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