„Isla Grande de Tierra del Fuego“ – übersetzt die große Insel Feuerland – heißt so, weil früher die Seeleute im Süden der Meerenge nachts vom Schiff aus viele Feuer sahen, welche von den Ureinwohnern aufgrund der Kälte und ihrer spärlichen Kleidung entzündet wurden.
Wir fahren über Schotterpiste auf der Insel Feuerland vom Largo Blanco zur Stadt Ushuaia. Am Anfang ist noch trockene Landschaft mit vielen Guanacos.„Mirador Lago Escondido“ mit Aussicht auf den See Escondido. Je weiter südlich man kommt, desto mehr grüne Berge.„Mirador del Valle Carbajal“ mit Aussicht ins Tal kurz vor Ushuaia.
In der Stadt Ushuaia – auch bekannt als das Ende der Welt oder die südlichste Stadt der Welt – übernachten wir die nächsten 5 Tage auf einem privaten Campingplatz. Von hier aus sind es zur Antarktis mit Expeditionsschiffen nur noch 1000km. Dementsprechend kalt ist es, nachts nur noch 1 bis 6 Grad, und das im Spätsommer.
Ushuaia – Das Ende der Welt
Es gibt in Argentinien eine andere Währung als in Chile, den argentinischen Pesos (1€=915ARS), daher haben wir nun zwei Währungen in unserem Geldbeutel. Außerdem bekommen wir bündelweise Geld, denn Argentinien steckt in einer großen Wirtschaftskrise und wir mussten per Banktransfer Geld abheben. Wir fühlen uns ein bisschen wie Dagobert Duck.
Dieses Bündel Geld sind gerade mal 400 Euro in ungefähr 700 Scheinen! Das Geld passt nicht mal in unseren Geldbeutel.
Am ersten Tag schlafen wir aus und machen eine vierstündige Wanderung zur Laguna Esmeralda. Die Gletscherlagune liegt zwischen hohen Bergen und man sieht einen Gletscher auf der anderen Seite.
Auf dem Weg zur Gletscherlagune EsmeraldaTagsüber sind es maximal 13 Grad.Es soll hier Biber geben, die Staudämme legen. Gesehen haben wir leider keine.Fluß von der Gletscherlagune – Das Wasser ist ganz hellblau.Wir laufen über viele Steine den Berg hinauf.Von oben sieht man den herrlich himmelblauen Fluß der Lagune nach unten fließen.Nach 2 Stunden sind wir an der Gletscherlagune Esmeralda angekommen, einfach wunderschön 🙂
Am nächsten Tag haben wir eine Bootstour auf dem Beagle-Kanal zur Insel „H“ gebucht. Wir schippern durch die kleinen unbewohnten Inseln vor der Stadt Ushuaia, sehen ein paar Tiere und machen eine kurze Wanderung auf der Insel „H“.
Wir legen mit dem Boot ab und sehen hinter uns die Stadt Ushuaia.Riesige Expeditions- und Containerschiffe legen im Hafen von Ushuaia an.Überall sieht man unbewohnte kleine Inseln.Der Leuchtturm „Les Éclaireurs“ steht auf einer der unbewohnten Inseln.Tausende Komorane sind auf den Inseln zu sehen.Zwei Arten aus der Familie der KomoraneSüdamerikanische SeelöwenDie Felsen voller Seelöwen und KomoraneWir halten mit unserem Boot an der Insel „H“ an……und wandern über die Insel.Das Wasser ist eiskalt und klar, daher sehen wir ein paar lustige rote Krabben an der Küste.Unser Guide erzählt uns, dass auf der Insel „H“ früher die Yámana gelebt haben, also Ureinwohner der Insel Feuerland.Marco zeigt die Richtung, in der die Stadt Ushuaia liegt.Die Insel „H“ heißt so, weil sie zwei große Inseln mit einem schmalen Landstreifen verbindet.Rechts von Babsi liegt Argentinien, links von Babsi Chile.
Am dritten Tag in Ushuaia geht es zum Nationalpark „Tierra del Fuego“. Dort fordern wir uns körperlich heraus, indem wir eine sehr steile Wanderung zum „Cerro Guanaco“ machen. Es geht 1000 Höhenmeter in 6km hoch und dann wieder 6km steil herunter. Die schwere Wanderung hat sich gelohnt, denn die Aussicht war phänomenal.
Von Anfang an geht unsere Wanderung immer steil bergauf, zuerst durch knorrige vom Wind geformte Wälder……und dann durch Matsch.Ohne Wanderschuhe hätte man diese Wanderung nicht machen können. Die meisten Wanderer benutzten zusätzlich Wanderstöcke.Beim Aufstieg waren die Windböen so stark, dass es uns fast umgeweht hat.Oben werden wir mit einer tollen 360°Grad Panorama-Aussicht belohnt.Sogar die Stadt Ushuaia sehen wir vom Gipfel aus.Wir knipsen schnell ein paar Bilder, bevor wir wieder runter laufen, denn es ist total windig und kalt.Hier fühlt man sich der Antarktis noch näher.Zwei glückliche Wanderer, die froh sind, es bis oben geschafft zu haben.
An unserem letzten Tag in Ushuaia gehen wir zum berühmten „Postamt am Ende der Welt“, welches auch im Nationalpark „Tierra del Fuego“ liegt. Die dazugehörige 16km-Wanderung an der Küste, welche an diesem Postamt startet, lassen wir ausfallen, da es in Strömen regnet.
„Correo del fin del mundo“ – Post vom Ende der WeltDas fast südlichste Postamt der Welt! – Wir finden heraus, es gibt noch eins südlicher, auf einer antarktischen Halbinsel…Hier kann man Postkarten kaufen und verschicken.
Die nächsten zwei Tage sind reine Fahrtage, d.h. wir fahren am ersten Tag 420km von Ushuaia über die Grenze nach Chile zur Stadt „Cerro Sombrero“ und am nächsten Tag verlassen wir die Insel Feuerland mit der Fähre und fahren 360km nach Puerto Natales. Dort kaufen wir ein, tanken und fahren noch weitere 90km Richtung Nationalpark „Torres del Paine“.
Hallo Ihr Lieben, wenn ich es richtig verstanden habe, kamt ihr von Chile nach Argentinien und fahrt wieder zurück nach Chile. Jetzt habe ich meinen Weltatlas hervorgekramt und einmal die Grenzen zwischen den Ländern angeschaut. Die vielen Inseln sind ja wirklich erlebenswert. Euren Camper müsst ihr wieder in Chile zurückgeben? Wir hoffen, ihr habt uns eine Postkarte vom südlichsten Postamt der Welt geschrieben?! Bisher haben wir 1 Postkarte von euch erhalten – aus Costa Rica. Dort gibt es ja besonders viele Vögel, die nur dort leben. Genießt die letzten Wochen und lasst euch beim Heimflug kein Koks in die Koffer schmuggeln. Alles Liebe, Mutter
Bei den Bildern bekommt man direkt Fernweh.
Gute Fahrt!
Hallo Ihr Lieben, wenn ich es richtig verstanden habe, kamt ihr von Chile nach Argentinien und fahrt wieder zurück nach Chile. Jetzt habe ich meinen Weltatlas hervorgekramt und einmal die Grenzen zwischen den Ländern angeschaut. Die vielen Inseln sind ja wirklich erlebenswert. Euren Camper müsst ihr wieder in Chile zurückgeben? Wir hoffen, ihr habt uns eine Postkarte vom südlichsten Postamt der Welt geschrieben?! Bisher haben wir 1 Postkarte von euch erhalten – aus Costa Rica. Dort gibt es ja besonders viele Vögel, die nur dort leben. Genießt die letzten Wochen und lasst euch beim Heimflug kein Koks in die Koffer schmuggeln. Alles Liebe, Mutter