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Von Marla zur Fleurieu-Halbinsel (13.11-18.11.23)

Wir fahren ca. 250km von Marla nach Coober Pedy. Heute und auch sonst auf unserer Reise durch Australien sehen wir des öfteren Buschfeuer, die meistens durch die große Hitze (über 46°Celsius) und Gewitter entstehen und zum Teil wohl auch auf die globale Erwärmung zurückzuführen sind. Da es hier Kilometerweit einfach nichts außer Steppe gibt, lassen die Menschen die Feuer dann einfach brennen, bis es von alleine wieder ausgeht. Buschfeuer sind zudem ein Bestandteil der Ökologie von Australien und ermöglichen nach der Zerstörung das erneute Wachstum von bestimmten Pflanzenarten. Halten die Buschfeuer an, kann es jedoch zu Katastrophen führen wie z.b. die Black-Saturday-Bushfires von 2009.

Verbrannter Wüstenabschnitt

In der Stadt Coober Pedy mit ca. 1400 Einwohnern angekommen, schauen wir uns eine unterirdische Kirche und das „Umoona Opal Mine Museum“ an. Die extremen Sommertemperaturen und der Opal-Abbau haben dazu geführt, dass mehr als die Hälfte der Einwohner in der Opal-Hauptstadt unterirdisch leben. 1915 wurden Opale in der Umgebung von Coober Pedy gefunden und daher ist die Stadt der grösste Opal-Lieferant der Welt. Noch heute gibt es hunderte von aktiven Minen in der Umgebung von Coober Pedy. 

Willkommens-Schild Coober Pedy
Kirche in den Berg eingebaut
Marco sitzt in der unterirdischen Kirche
Umoona Opal Mine Museum – natürlich unterirdisch
Überall gibt es Juweliergeschäfte, in denen man Opal-Schmuck kaufen kann
Durch den Opal-Abbau entstanden Hügel, welche heute als Wohnort genutzt werden
Stadt Coober Pedy
Ein Raumschiff, welches neben dem Opal-Museum steht und als Kulisse diente für den australischen Film „Pitch Black-Planet der Finsternis“

Heute ist unsere letzte Fahrt durch das Outback mit 544km nach Port Augusta. Auf dem Weg dorthin halten wir am Lake Hart. Von weitem sieht er aus wie ein ganz normaler See. Wenn man aber näher kommt, merkt man, er ist ganz weiß. Ein riesiger Salzsee, sehr beeindruckend!

Lake Hart – Mitten in der roten Wüste
ein schneeweißer See
Man muss eine Brille tragen, damit der Salz-See einen nicht blendet
Salz überall – Man hätte stundenlang auf dem See laufen können
Babsi auf Lake Hart
Marco auf Lake Hart

Port Augusta ist das „Tor zum Outback“, also sagen wir Tschüss liebes Outback und Willkommen Zivilisation!

Am nächsten Tag fahren wir insgesamt 390km in die Richtung von Adelaide nach Hahndorf. Zuerst geht es erneut zu einem Salzsee (Lake Bumbunga). Diesmal soll dieser rosa sein. Ursache dafür ist eine Alge. Wenn der See einen hohen Salzgehalt hat und die Sonneneinstrahlung hoch ist, regt das bei der Alge die Produktion von Betacarotin an und das färbt das Wasser rötlich bzw. rosa. Je nach Jahreszeit ist der See dann mehr oder weniger rosa.

Rosa Lake Bumbunga – Man könnte wieder stundenlang auf der Salzkruste des Sees herumlaufen oder einfach lustige Fotos schießen 🙂
Rosa Lake Bumbunga

Danach fahren wir zu einem Aussichtspunkt und schauen über strohige, trockene Landschaften Südaustraliens.

Brooks Lookout

Kurz darauf geht es weiter durch das idyllische Gebiet Clare Valley, bekannt als sehr feine südaustralische Weinregion.

Saftig grüne Weinregion (Clare Valley) mitten in der strohigen und trockenen Landschaft Südaustraliens

Dort schauen wir uns das georgianische Herrenhaus Martindale Hall an. Gebaut wurde dies 1879 von Edmund Bowman. Später lebte William Tenant Mortlock und seine Familie darin.

Martindale Hall
32 Räume hat dieses Herrenhaus – Der Weihnachtsbaum links stand früher sicherlich nicht dort 🙂

Schließlich fahren wir den Rest des Tages durch die Adelaide Hills zum Campingplatz nach Hahndorf. An den Campingplätzen gibt es wie immer sehr viele Vögel z.b. Kakadus, Enten und Magpies.

Australian Magpie

Hahndorf schauen wir uns am nächsten Tag an. Sie ist Australiens älteste deutsche Siedlung und die berühmteste Stadt in den Adelaide Hills. Hahndorf wurde 1839 von 52 deutschsprachigen Familien gegründet, welche aus religiösen Gründen verfolgt wurden und bis ans andere Ende der Welt flohen. Sie nannten die Stadt nach ihrem dänischen Kapitän Dirk Hahn. Noch heute ist die Siedlung von deutschem Flair geprägt, jedoch trifft man kaum noch deutschsprachige Einwohner.

Deutscher Shop
Wunderbare deutsche Hotdogs 🙂
Im Restaurant „German Arms“ gibt es Schnitzel
Hotel und Restaurant „The German Arms“
Restaurant „German Inn“
Deutsche Bäckerei
An der Bäckerei schaffen wir es nicht vorbei… dort schlemmen wir ein Stück „Black Forest Torte“ und „Hazelnut Torte“ 😀

Wir fahren ein kurzes Stück Richtung Westen, um dort auf dem Mount Lofty Summit eine tolle Aussicht von der Ferne über Adelaide zu genießen.

Adelaide von der Ferne

Anschließend fahren wir in den Cleland Conservation Park. Dort gibt es einen Wildlife Park, in dem wir ein paar einheimische Tiere sehen. Da wir bislang selten lebendige Kängurus gesehen haben, sondern leider mehr Tote am Straßenrand, hatte ich den Wunsch, einmal welche zu füttern und aus der Nähe zu sehen.

Babsi füttert ein großes „Western Grey Kangaroo“
Dann will das Känguru von Marco gefüttert werden…
Langsam wird es zutraulicher… 🙂
Swamp Wallabies – Kleine Kängurus
Sie sind etwas schüchtern. Nur eines von den Vielen lässt sich füttern…
Babsi füttert ein kleines Kaninchenkänguru (Potoroo)

Neben den Kängurus gibt es noch weitere australische Tiere.

Der einzige Koala, der wach war…
… alle anderen haben geschlafen 🙂
Emus
Echidnas – Ameisenigel
Royal Spoonbill – Der Königslöffler

Nach vier Stunden Tierpark durchwandern sind wir müde und fahren zu einem Campingplatz an die Küsten-Stadt Goolwa, welche auf der Halbinsel Fleurieu Südaustraliens liegt. Von dort schauen wir uns am nächsten Tag die nicht sehr weit entfernte Stadt Victor Harbor an. Sie liegt auch an der Küste und hat eine kleine Insel (Granite Island) an der Bucht liegen. Man kann dort über den Steg laufen und eine Stunde um die Insel herumlaufen. Einfach malerisch schön 🙂

Steg zur Insel Granite Island
Auf der Insel Granite Island gibt es einen einfachen Rundweg zum wandern…
Blick von Granite Island auf Victor Harbor

Am letzten Tag bevor es auf Kangaroo Island geht, machen wir noch eine 3,5 Stunden Bootsfahrt durch den Coorong National Park. Er wurde als Schutzgebiet für Vögel, Tiere und Fische gegründet. Teil des Parks ist die Younghusband Peninsula, eine 145 km lange, schmale, parallel zur Küste verlaufende Halbinsel. Diese lange Halbinsel ist geformt von Dünen, Lagunen und Küsten-Vegetation. Wir fahren mit dem Boot zuerst vom Kai der Stadt Goolwa durch eine Schleuse, auf der Robben und sehr viele Vögel und Pelikane sitzen.

Einfach mal rumhängen 🙂
Aufgrund des Höhenunterschieds der Wasserpegel an der Schleuse werden die Fische ins Meer gespült – das hat sich scheinbar rumgesprochen 🙂

Dann fahren wir zum Murray Mouth. Hier öffnet sich die zur Küste verlaufende Halbinsel und man sieht das Meer, während auf der anderen Seite der Murray River aus dem Festland herein fließt. Eine Besonderheit daran ist die Vermischung von Süßwasser aus dem Murray River und Salzwasser aus dem Ozean im Bereich zwischen Halbinsel und Festland.

Murray Mouth

Schließlich fahren wir noch ein Stück weiter, halten an der Halbinsel an und laufen ca. 800m über sie darüber, um auf der anderen Seite den Ozean und die 90-Miles-Beach zu erreichen.

Unser Boot – Spirit of the Coorong – hält an der Halbinsel an und lässt uns aussteigen
Dünen auf Coorong National Park
90-Miles-Beach und der Ozean

Schließlich fahren wir mit dem Boot wieder zurück und sehen auf dem Rückweg sehr viele Pelikane.

Pelikane auf einer kleinen Sandbank

Morgen geht es auf Kangaroo Island, also bis ganz bald 🙂

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. DieserDave

    „ein Stück Torte, halt mal kurz“ (Das Känguru, 2009)

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