Wir landen nachts in Lima, der peruanischen Hauptstadt und werden vom Shuttle Service in unser Hotel gebracht. Da die Kriminalität von Lima (ca. 9 Mio Einwohner) relativ hoch liegt, sind die besten Gegenden für einen Aufenthalt von Touristen das historische Zentrum, Miraflores und Barranco, in welchem auch unser Hotel liegt. Alle anderen Gegenden, vor allem die Slums sollte man eher meiden.
Daher fahren wir am nächsten Tag 45min mit dem Uber von Barranco ins „Centro historico“ und schauen uns die schönen historischen Kolonialbauten an, welche Teil des Weltkulturerbe sind. Wir besorgen uns zuerst einmal peruanischen Sol (1€ sind ca. 4,1 Sol) am Geldautomaten und eine Handykarte, bei der wir allerdings vermuten, übers Ohr gehauen worden zu sein, und laufen anschließend die Gebäude zu Fuß ab. Zwar sind hier überall Polizisten zu sehen, aber dennoch sollte man keinen Schmuck tragen, Geld und Handy nicht oft vorzeigen, sonst können Wertgegenstände eben mal blitzschnell weg sein. Da das aber bereits unser viertes lateinamerikanisches Land ist, ist das für uns nichts Neues und wir schlendern sogar noch durch den Zentralmarkt und das Chinatown von Lima, wo kaum Touristen zu sehen sind.















Wir fahren wieder mit dem Uber ca. 15min zu einem Springbrunnenpark, dem „Circuito Magico del Agua“. Im Uber unterhalten wir uns kurz in Deutsch mit dem Fahrer, einem Belgier, der 20 Jahre in Deutschland gelebt hat und mittlerweile seit 10 Jahren hier lebt, da er eine Peruanerin geheiratet hat. Er gibt uns Tipps und erzählt uns, welche Regionen wir in Lima meiden sollen und welche in Ordnung sind.






Wir bestellen uns per Handy wieder einen Uber und fahren zurück nach Barranco in das Viertel, in welchem unser Hotel liegt. Barranco ist ein Künstlerviertel mit farbenfroher Straßenkunst, trendigen Bars, Cafés, Restaurants und Kunstmuseen.




Danach kehren wir in unser Hotel zurück, von welchem wir eine tolle Aussicht auf die Küste Limas haben. Abends gehen wir in Barranco noch etwas essen und trinken einen Pisco Sour, das Nationalgetränk Perus.





Am nächsten Tag besuchen wir die Ruinen „Huaca Pucllana“. Huaca Pucllana sind Ruinen von den Jahren 200 bis 700 nach Christus mit einer großen Pyramide aus Lehm und Ton mitten im Stadtteil Miraflores.








Nach unserer Tour laufen wir im Stadtteil Miraflores noch ca. 3 km, besuchen eine Kirche und viele Parks, welche teilweise an der Küste liegen.











Wir sehen uns die Skulptur im „Park der Liebe“ genauer an und merken, dass uns der peruanische Künstler und Bildhauer Victor Delfin dieser Skulptur bekannt vorkommt. Wir stellen fest, dass wir solche Kunst in unserem Hotel schon einmal gesehen haben. Nachdem wir recherchieren und die Hotelbesitzer fragen, wissen wir, dass alle Kunstwerke von Victor Delfin in unserem Hotel stehen, ein Kunst-Hotel sozusagen, welches seine Kinder leiten.





Am nächsten Tag verlassen wir die Hauptstadt Lima. Wir holen unseren Mietwagen ab und fahren 240km südlich entlang der Panamerikana nach Paracas, einer kleinen Hafenstadt. Die peruanische Fahrweise in Lima ist sehr gewöhnungsbedürftig, man muss sich behaupten, ansonsten kommt man nicht vorwärts, denn jeder drängelt, hupt und will den Anderen überholen. Marco ist aber ganz entspannt, er kennt sich ja schon aus mit dem chaotischen Straßenverkehr in Südamerika.


Am nächsten Tag fahren wir in den Nationalpark Paracas. Hier gibt es kilometerlange, karge Wüstenlandschaft, soweit das Auge reicht und schöne Strände und hohe Klippen. Wir besuchen nur einen Aussichtspunkt von vielen, nämlich den Playa Roja und fahren baldmöglichst weiter, da uns noch ein weiter Weg bevorsteht.






Wir fahren eine Stunde weiter zur Stadt Ica in die Wüstenoase „Huacachina“. Hier gibt es einen kleinen See mit grünen Palmen und rundherum riesengroße Sanddünen. Wir klettern die erste kleine Sanddüne hoch und machen von dort ein paar Fotos.





Wir fahren anschließend noch ca. 390km zur Stadt Chala durch karge Landschaften an den Anden entlang. Die Anden kennen wir von Ecuador als sehr grün, hier jedoch ist die Vegetation total trocken, fast wie in einer Wüste oder wie in einem „südamerikanischen Outback“, nur mit Bergen. Wir sind überrascht von dieser Landschaft, denn irgendwie haben wir in Peru nicht mit Wüste oder wüstenhafter Landschaft gerechnet.







Am nächsten Tag haben wir erneut einen großen Fahrtag mit 390km in 8,5 Stunden nach Arequipa. Es ist eine sehr lange und anstrengende Fahrt auf der Panamerikana an steilen Klippen am Meer entlang hinter hunderten von LKWs mit drängelnden, peruanischen Autofahrern im Nacken und das teilweise ohne Leitplanken.






Wir bleiben zwei Nächte in Arequipa und schauen uns die Stadt an. Sie wird als „die weiße Stadt“ bezeichnet, da die meisten Fassaden der Gebäude in Arequipa aus hellem Vulkangestein bestehen, aber auch aufgrund der hellen Hautfarbe der Spanier, welche im 16ten Jahrhundert die Umgebung eroberten.
Wir starten in der Altstadt von Arequipa am „Plaza de Armas“, an der die große römisch-katholische Kathedrale die gesamte Seite des Platzes einnimmt. Der große Platz hat in der Mitte einen Springbrunnen und ist belebt von Einheimischen. Anschließend machen wir eine Führung in der großen Kathedrale und im dazugehörigen Museum. Diese einzigartige Kathedrale des Erzbistums Arequipa trägt den Ehrentitel einer Basilica minor, den der Papst bedeutenden Kirchengebäuden verleiht.









Nach der Kathedrale besichtigen wir das Kloster Santa Catelina, in welchem heutzutage immer noch ca. 25 Nonnen leben. Auch hier machen wir eine interessante Führung mit. Wir bemerken beim Betreten der Anlage, dass sie unglaublich groß ist, wie eine kleine Stadt in einer Stadt. Die heutigen Nonnen benutzen jedoch nur noch einen kleinen Teil dieser großen Anlage, denn der Rest ist mehr ein Museum für Touristen, die hier erfahren können, wie die Nonnen früher gelebt haben.









Nach dem Kloster gehen wir im gegenüberliegenden Restaurant etwas essen. Dazu gibt es leckere Smoothies, welche auf jeder Speisekarte in Peru stehen. Anschließend gehen wir durch das Barrio de San Làzaro, dem ältesten Quartier der Stadt. Wir spazieren hier durch kleine Gassen zum „Mundo Alpaca“, einem kleinen Museum über Alpacas, in welchem erklärt wird, welche Rassen es gibt und wie dessen Wolle verarbeitet wird.







Später gehen wir noch in eine „Picanteria“, also ein traditionelles Restaurant, in welchem typisch peruanische Speisen serviert werden. Es steht auch Meerschweinchen auf der Speisekarte, jedoch wollen wir diesmal Alpaca probieren, welches sehr gut schmeckt.

Am nächsten Tag verlassen wir die Stadt Arequipa.
Bis bald 🙂

Guten, schmecken lassen!
Habt ihr mal Kleidung aus Alpacawolle getestet?
Liebe Grüße! 😘😘