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Peru – Von Lima nach Arequipa (30.01-05.02.24)

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Wir landen nachts in Lima, der peruanischen Hauptstadt und werden vom Shuttle Service in unser Hotel gebracht. Da die Kriminalität von Lima (ca. 9 Mio Einwohner) relativ hoch liegt, sind die besten Gegenden für einen Aufenthalt von Touristen das historische Zentrum, Miraflores und Barranco, in welchem auch unser Hotel liegt. Alle anderen Gegenden, vor allem die Slums sollte man eher meiden.

Daher fahren wir am nächsten Tag 45min mit dem Uber von Barranco ins „Centro historico“ und schauen uns die schönen historischen Kolonialbauten an, welche Teil des Weltkulturerbe sind. Wir besorgen uns zuerst einmal peruanischen Sol (1€ sind ca. 4,1 Sol) am Geldautomaten und eine Handykarte, bei der wir allerdings vermuten, übers Ohr gehauen worden zu sein, und laufen anschließend die Gebäude zu Fuß ab. Zwar sind hier überall Polizisten zu sehen, aber dennoch sollte man keinen Schmuck tragen, Geld und Handy nicht oft vorzeigen, sonst können Wertgegenstände eben mal blitzschnell weg sein. Da das aber bereits unser viertes lateinamerikanisches Land ist, ist das für uns nichts Neues und wir schlendern sogar noch durch den Zentralmarkt und das Chinatown von Lima, wo kaum Touristen zu sehen sind.

Plaza San Martin
Gran Hotel Bolivar Lima
Basilica La Merced
Kathedrale rechts am Plaza de Armas
Plaza de Armas
Regierungspalast und Präsidentenresidenz
Palast des Erzbischofs
Casa de la Literatura Peruana
Kloster „Iglesia y Convento de San Francisco“
Plaza Bolivar und Kongressgebäude
Bankgebäude
Im riesigen Zentralmarkt essen wir Mittags „Empanadas con Carne y con Pollo“ (Teigtaschen mit Fleisch oder Hähnchen gefüllt) – mittlerweile unser Lieblings Snack für Zwischendurch, denn das gibt es überall
Am Zentralmarkt „Mercado Central“ gibt es einfach alles zu kaufen… Enten, Kleidung, Haushaltswaren, Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch etc…
Vor dem Zentralmarkt ist richtig was los, auch hier wird einfach alles verkauft, was der Mensch so braucht oder auch nicht so braucht…. Holzlöffel, Taschen, Unterhosen, Hüte, Schnickschnack…usw…
Chinatown

Wir fahren wieder mit dem Uber ca. 15min zu einem Springbrunnenpark, dem „Circuito Magico del Agua“. Im Uber unterhalten wir uns kurz in Deutsch mit dem Fahrer, einem Belgier, der 20 Jahre in Deutschland gelebt hat und mittlerweile seit 10 Jahren hier lebt, da er eine Peruanerin geheiratet hat. Er gibt uns Tipps und erzählt uns, welche Regionen wir in Lima meiden sollen und welche in Ordnung sind.

Marco liegt vor dem „M“ vom Limaschild des Parkes „Circuito Magico del Agua“
„Circuito Magico del Agua“ ist ein großer Park mit Springbrunnen
Mindestens 8 verschiedene, große Springbrunnen sind hier zu sehen…
So viele schöne Springbrunnen auf einmal habe ich noch nie gesehen…
Kinder haben hier ihren Spaß und rennen durch die Fontänen…
Noch ein Springbrunnen…

Wir bestellen uns per Handy wieder einen Uber und fahren zurück nach Barranco in das Viertel, in welchem unser Hotel liegt. Barranco ist ein Künstlerviertel mit farbenfroher Straßenkunst, trendigen Bars, Cafés, Restaurants und Kunstmuseen.

Blick von der Brücke „Puente de los Suspiros“ – Künstler verkaufen ihre Werke auf der Straße
Graffiti – Eine Künstlerin sprüht ihr Bild
„Lasst uns ein Peru erschaffen, dass uns gefällt“ steht hier
An jeder Ecke Straßenkunst in Barranco

Danach kehren wir in unser Hotel zurück, von welchem wir eine tolle Aussicht auf die Küste Limas haben. Abends gehen wir in Barranco noch etwas essen und trinken einen Pisco Sour, das Nationalgetränk Perus.

Blick vom Hotelbalkon in den Süden
Blick vom Hotelbalkon auf die Küste in den Norden Limas
Die Strände sind voller Menschen… denn es ist auch sehr warm, ca. 30 Grad
Zwischen den Klippen und den Stränden am Meer liegt eine große, laute Straße. Peruaner drücken ständig auf die Hupe.
Pisco Sour und gesalzener Mais-Snack

Am nächsten Tag besuchen wir die Ruinen „Huaca Pucllana“. Huaca Pucllana sind Ruinen von den Jahren 200 bis 700 nach Christus mit einer großen Pyramide aus Lehm und Ton mitten im Stadtteil Miraflores.

Marco vor „Huaca Pucllana“
Eine Ruine mitten im Zentrum von Lima
Da es in Lima wenig regnet, sind die Ruinen aus Lehm noch gut erhalten
Aufgrund der Erdbeben wurden die Lehmbacksteine absichtlich schräg aufeinandergestapelt
Die Lehmbacksteine sind alle per Hand angefertigt
Die Menschen damals waren nur 1,50 groß
Im Hintergrund der Stadtteil Miraflores

Nach unserer Tour laufen wir im Stadtteil Miraflores noch ca. 3 km, besuchen eine Kirche und viele Parks, welche teilweise an der Küste liegen.

Katholische Kirche „Parroquia La Virgen Milagrosa“
Schöne bunte Glasfenster hat die katholische Kirche
Ein blauer Stier im „Parque 7 de Junio“
Eine Vase im „Parque 7 de Junio“
Auch hier ist ein riesiges Gebäude mit Straßenkunst bemalt…
Parque Salazar
Einkaufsmeile Larcomar
Zwischen Einkaufszentrum Larcomar und Meer große Klippen
An den Klippen im Malecón de Miraflores kann man eine Runde Paragliden, wenn man will…
Ein Leuchtturm ein Stückchen weiter am Malecón de Miraflores
Im „Parque del Amor“ gibt es eine Skulptur des Künstlers Victor Delfin..

Wir sehen uns die Skulptur im „Park der Liebe“ genauer an und merken, dass uns der peruanische Künstler und Bildhauer Victor Delfin dieser Skulptur bekannt vorkommt. Wir stellen fest, dass wir solche Kunst in unserem Hotel schon einmal gesehen haben. Nachdem wir recherchieren und die Hotelbesitzer fragen, wissen wir, dass alle Kunstwerke von Victor Delfin in unserem Hotel stehen, ein Kunst-Hotel sozusagen, welches seine Kinder leiten.

Unser Hotelpool mit Kunstwerken von Victor Delfin
Überall Bilder mit Geiern…
Vor unserem Hoteleingang ein großer Stier…
…und eine Geier-Skulptur von Victor Delfin
Hier ein Geier auf dem Balkon des Nachbarn. Geier schweben hier ständig in der Luft. Vielleicht nahm der Künstler seine Inspiration von den Vögeln?

Am nächsten Tag verlassen wir die Hauptstadt Lima. Wir holen unseren Mietwagen ab und fahren 240km südlich entlang der Panamerikana nach Paracas, einer kleinen Hafenstadt. Die peruanische Fahrweise in Lima ist sehr gewöhnungsbedürftig, man muss sich behaupten, ansonsten kommt man nicht vorwärts, denn jeder drängelt, hupt und will den Anderen überholen. Marco ist aber ganz entspannt, er kennt sich ja schon aus mit dem chaotischen Straßenverkehr in Südamerika.

Hafenstadt Paracas
Strand der Hafenstadt Paracas

Am nächsten Tag fahren wir in den Nationalpark Paracas. Hier gibt es kilometerlange, karge Wüstenlandschaft, soweit das Auge reicht und schöne Strände und hohe Klippen. Wir besuchen nur einen Aussichtspunkt von vielen, nämlich den Playa Roja und fahren baldmöglichst weiter, da uns noch ein weiter Weg bevorsteht.

„Reserva Nacional de Paracas“
 Die wüstenhafte Landschaft hat eine Fläche von 3350 km²
Blick auf Lagunillas und Playa Roja
„Playa Roja“ – Der rote Strand
Ein Truthahngeier am Playa Roja
Küste am „Playa Roja“

Wir fahren eine Stunde weiter zur Stadt Ica in die Wüstenoase „Huacachina“. Hier gibt es einen kleinen See mit grünen Palmen und rundherum riesengroße Sanddünen. Wir klettern die erste kleine Sanddüne hoch und machen von dort ein paar Fotos.

Blick auf die Oase „Huacachina“ mitten in der Wüste
Um den See herum hohe Sanddünen
Blick von Huacachina weg – Sanddünen soweit das Auge reicht
Marco vor der Wüstenoase „Huacachina“
In der Stadt Ica gibt es überall kleine Mototaxis

Wir fahren anschließend noch ca. 390km zur Stadt Chala durch karge Landschaften an den Anden entlang. Die Anden kennen wir von Ecuador als sehr grün, hier jedoch ist die Vegetation total trocken, fast wie in einer Wüste oder wie in einem „südamerikanischen Outback“, nur mit Bergen. Wir sind überrascht von dieser Landschaft, denn irgendwie haben wir in Peru nicht mit Wüste oder wüstenhafter Landschaft gerechnet.

Toller Blick auf die Anden – Ich kann mich gar nicht genug an dieser schönen Landschaft satt sehen…
In den Tälern der trockenen Wüstenlandschaft und der Anden tauchen plötzlich Städte mit grüner Landschaft und Flüssen auf wie bei einer Oase
Unendliche Weiten – nichts als Sand und Staub
Unsere Straße immer an den Anden entlang
Blick Richtung Meer
Blick auf die Küste
Hier weht der Wind den Sand auf die Straße, so dass ein Räumfahrzeug den Sand jeden Tag abtransportieren muss, damit die Straße frei bleibt

Am nächsten Tag haben wir erneut einen großen Fahrtag mit 390km in 8,5 Stunden nach Arequipa. Es ist eine sehr lange und anstrengende Fahrt auf der Panamerikana an steilen Klippen am Meer entlang hinter hunderten von LKWs mit drängelnden, peruanischen Autofahrern im Nacken und das teilweise ohne Leitplanken.

Die Panamerikana führt hier am Meer entlang…
…und stundenlang an steilen Klippen entlang.
Ab und zu geht es an Städte vorbei, welche in den Tälern der Anden liegen.
Peruaner überholen am liebsten in unübersichtlichen Kurven.
An den Klippen ohne Leitplanke stehen leider viele Grabsteinkreuze.
Einige Täler haben einen großen Fluß und sind grün im Gegensatz zur restlichen Landschaft

Wir bleiben zwei Nächte in Arequipa und schauen uns die Stadt an. Sie wird als „die weiße Stadt“ bezeichnet, da die meisten Fassaden der Gebäude in Arequipa aus hellem Vulkangestein bestehen, aber auch aufgrund der hellen Hautfarbe der Spanier, welche im 16ten Jahrhundert die Umgebung eroberten.

Wir starten in der Altstadt von Arequipa am „Plaza de Armas“, an der die große römisch-katholische Kathedrale die gesamte Seite des Platzes einnimmt. Der große Platz hat in der Mitte einen Springbrunnen und ist belebt von Einheimischen. Anschließend machen wir eine Führung in der großen Kathedrale und im dazugehörigen Museum. Diese einzigartige Kathedrale des Erzbistums Arequipa trägt den Ehrentitel einer Basilica minor, den der Papst bedeutenden Kirchengebäuden verleiht.

„Plaza de Armas“
„Basilica Catedral de Arequipa“
Zwar hat man 1629 mit dem Bau begonnen, jedoch 1845 den Wiederaufbau nach einem Brand abgeschlossen
Der Altar
Im Museum gibt es viele religiöse und sehr wertvolle Gegenstände. Nur wenige durften jedoch fotografiert werden.
Der Reiseleiter führt uns auf das Dach der Katedrale, auf dem die Glockentürme stehen.
Die rechte Glocke wiegt 5 Tonnen
Toller Ausblick vom Glockenturm der Kathedrale auf den „Plaza de Armas“
Hinter der Kathedrale gibt es eine kleine Gasse mit niedlichen Cafés. Im Hintergrund Fassade mit weißem Vulkangestein.

Nach der Kathedrale besichtigen wir das Kloster Santa Catelina, in welchem heutzutage immer noch ca. 25 Nonnen leben. Auch hier machen wir eine interessante Führung mit. Wir bemerken beim Betreten der Anlage, dass sie unglaublich groß ist, wie eine kleine Stadt in einer Stadt. Die heutigen Nonnen benutzen jedoch nur noch einen kleinen Teil dieser großen Anlage, denn der Rest ist mehr ein Museum für Touristen, die hier erfahren können, wie die Nonnen früher gelebt haben.

„Monasterio de Santa Catalina“
Nonnenkloster aus dem 16ten Jahrhundert
Mehr als ein Bett und einen Stuhl gab es nicht für die Nonnen damals
Erst 1970 wurde das Kloster der Öffentlichkeit zugänglich gemacht
Das Kloster besitzt einige Gassen…
…einen Brunnen…
…und eine Waschanlage, in der die Nonnen früher gewaschen haben
Blick von oben auf das Nonnenkloster
Nur in diesem Teil leben heutzutage die Nonnen

Nach dem Kloster gehen wir im gegenüberliegenden Restaurant etwas essen. Dazu gibt es leckere Smoothies, welche auf jeder Speisekarte in Peru stehen. Anschließend gehen wir durch das Barrio de San Làzaro, dem ältesten Quartier der Stadt. Wir spazieren hier durch kleine Gassen zum „Mundo Alpaca“, einem kleinen Museum über Alpacas, in welchem erklärt wird, welche Rassen es gibt und wie dessen Wolle verarbeitet wird.

Die Fruchtsäfte und Smoothies sind allgemein in Südamerika auf jeder Speisekarte und immer total lecker und frisch zubereitet
Gasse von „Barrio de San Làzaro“
Rechts auf dem Bild das „Huacaya Alpaca“
Das „Suri Alpaca“
Man unterscheidet übrigens 4 Arten… das Lama, das Alpaca, das Vicuña und das Guanaco
Die Wolle der Alpacas wird farblich sortiert
Eine Peruanerin webt die Alpacawolle

Später gehen wir noch in eine „Picanteria“, also ein traditionelles Restaurant, in welchem typisch peruanische Speisen serviert werden. Es steht auch Meerschweinchen auf der Speisekarte, jedoch wollen wir diesmal Alpaca probieren, welches sehr gut schmeckt.

Wir essen Fleisch vom Alpaca, dazu Kartoffeln, Salat und natürlich das Nationalgetränk „Pisco Sour“

Am nächsten Tag verlassen wir die Stadt Arequipa.

Bis bald 🙂

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. DieserDave

    Guten, schmecken lassen!
    Habt ihr mal Kleidung aus Alpacawolle getestet?

  2. Karin

    Liebe Grüße! 😘😘

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