Wir fliegen früh um 9 Uhr von Lima nach Santiago de Chile und von dort geht es um 17Uhr weiter nach Calama, ganz in den Norden Chiles. Dort landen wir gegen 19:15Uhr und versorgen uns erst einmal mit Chilenischen Pesos am Geldautomaten (1€ = 1061CLP). Dann holen wir unseren Mietwagen ab, welcher direkt am Flughafen steht. Wieder haben wir einen sehr schicken SUV bekommen, mit welchem wir ca. 100km nach San Pedro de Atacama fahren. Leider müssen wir im Dunkeln fahren, aber zum Glück geht die Straße nur geradeaus, ist gut ausgebaut und hat keine Schlaglöcher.
Im Ort „San Pedro de Atacama“, welcher auf ca.2500m liegt, übernachten wir nun die nächsten 5 Tage und schauen uns von dort jeden Tag Sehenswürdigkeiten und wunderschöne Naturlandschaften an.


Am ersten Tag fahren wir zum „Valle de la Luna“, übersetzt „das Tal des Mondes“, weil man sich vorkommt, als ob man gerade auf dem Mond gelandet ist. Es gibt hier fünf Aussichtspunkte, die wir mit dem Auto ansteuern, wobei man bei jedem Punkt anhält und eine kleine Wanderung macht.














Nach „Valle de la Luna“ machen wir noch einen Abstecher zu der Ausgrabungsstätte „Aldea de Tulor“. Dort führt uns ein sehr netter, junger Guide herum, der im Nachbardorf „Collo“ wohnt. Er erklärt uns alles auf „Spenglisch“, also mal Englisch mal Spanisch, da sein Englisch nicht ganz so gut ist, aber wir kommen trotzdem gut zurecht und er beantwortet all unsere neugierigen Fragen. Er erzählt uns auch, dass es hier höchstens eine Woche Regen gibt im Jahr. Wir befinden uns also gerade an einem der trockensten Orte der Welt!




Abends gehen wir noch um die Ecke etwas essen. Wir probieren zum ersten Mal Fleisch vom Lama und vom Guanaco und stellen fest, es schmeckt sehr gut, aber einen großen Unterschied gibt es zwischen den beiden Fleischsorten nicht. Fleisch vom Alpaca haben wir ja in Peru schon probiert.


Am nächsten Tag stehen wir etwas früher auf, denn es geht zu drei Lagunen. Wir fahren dafür 140km Richtung Süden, fast an die Grenze zu Argentinien. Zuerst besuchen wir dort die Lagune „Salar de Aguas Calientes III“ oder auch „Salar de Talar“ genannt, eine Art Salzsumpf. Hier ist es sehr kühl, denn wir befinden uns nun wieder auf 4100 Höhenmeter. Danach fahren wir etwa 60km Richtung Norden zurück, biegen in eine Schotterstraße ab, um zu den beiden Lagunen „Miscanti und Miñiques“ zu gelangen.
















Am Tag darauf stehen wir um 4Uhr früh auf, damit wir pünktlich um 7:20Uhr bei Sonnenaufgang beim drittgrößten und höchsten Geysirfeld der Welt sind. Die El Tatio Geysire liegen in den Anden auf einer Höhe von 4300m und schießen heiße Wasserfontänen und Dampfwolken in die Luft. Die beste Zeit für einen Besuch ist eben morgens, da man so den Wasserdampf der Geysire am besten sieht. Wir fahren dazu ca. 100km in den Norden von San Pedro de Atacama über eine schlechte Straße mit extremen Bodenwellen.









Gegen 9Uhr fahren wir wieder zur Stadt San Pedro de Atacama zurück und machen noch einen kurzen Stopp an der „Laguna Flamingos“ und am Canyon „Guatin“.





An unserem vorletzten Tag in der Atacama-Wüste stehen wieder zwei Lagunen auf dem Programm. Zuerst die Laguna „Chaxa“ und danach die Laguna „Tebinquiche“. Sie sind die beiden größten Salzseen im Reserva Nacional Los Flamencos. Um diese Lagunen führen markierte Wege durch die Salzfelder, auf welchen wir laufen. Hier läuft es sich wie auf Schnee oder Eis.








Abends gehen wir im Restaurant nebenan noch etwas essen und im Hintergrund wird chilenische Live-Musik gespielt.

An unserem letzten Tag in der Atacama-Wüste fahren wir zuerst in das Tal des Todes – „Valle de la Muerta“. Angeblich heißt es nach einer von vielen Hypothesen so, weil es hier keine Pflanzen gibt, also nichts außer karge, rote Felsen und riesige Sanddünen.






Danach geht es weiter ins „Valle de Arcoiris“, das Regenbogental der Atacama-Wüste. Seinen Namen verdankt es der Vielfalt der Farben, welche die unterschiedliche Konzentration an Ton, Salzen und Mineralien in dieser Gegend anzeigen.





Und zuletzt schauen wir uns die Petroglyphen von Yerbas Buenas an. Dies sind Felszeichnungen der Ureinwohner der Atacama-Wüste. Wissenschaftler rätseln bis heute, ob sie 2500 oder 10000 Jahre alt sind.




Nachmittags fahren wir unseren SUV – mit welchem wir insgesamt 960km in der Atacama-Wüste gefahren sind – nach Calama zur Mietwagen-Abgabestelle am Flughafen zurück und übernachten noch eine Nacht in Calama. Am nächsten Tag geht es mit dem Flugzeug zuerst nach Santagio de Chile und anschließend nach Punta Arenas in Patagonien, ganz in den Süden von Chile.
Bis bald 🙂

Unglaublich beeindruckende Landschaft bei den Salzseen und Geysiren in Chile 👍 Dumme Frage: Konnte man im Salzsee auch kurz baden oder hätte es einem dann die Haut abgezogen?
Auf jeden Fall ganz tolle Gegenden in welche ihr da kommt. Also Endspurt!!! Genießt eure letzen Tage eurer Weltreise in vollen Zügen! Ich bin mir sicher es ist nicht euer letzter längerer Trip😉
Liebe Grüße aus Laos😘
….mit dem Esel da am Wegesrand in Chile hätte ich mich gerne kurz unterhalten 😁