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Chile – Atacama Wüste (20.02.-26.02.24)

Wir fliegen früh um 9 Uhr von Lima nach Santiago de Chile und von dort geht es um 17Uhr weiter nach Calama, ganz in den Norden Chiles. Dort landen wir gegen 19:15Uhr und versorgen uns erst einmal mit Chilenischen Pesos am Geldautomaten (1€ = 1061CLP). Dann holen wir unseren Mietwagen ab, welcher direkt am Flughafen steht. Wieder haben wir einen sehr schicken SUV bekommen, mit welchem wir ca. 100km nach San Pedro de Atacama fahren. Leider müssen wir im Dunkeln fahren, aber zum Glück geht die Straße nur geradeaus, ist gut ausgebaut und hat keine Schlaglöcher.

Im Ort „San Pedro de Atacama“, welcher auf ca.2500m liegt, übernachten wir nun die nächsten 5 Tage und schauen uns von dort jeden Tag Sehenswürdigkeiten und wunderschöne Naturlandschaften an.

Unser Mietauto
San Pedro de Atacama schaut ein bisschen aus wie eine Westernstadt, vorwiegend staubige Sandstraßen und Häuser oder Zäune aus Lehm.

Am ersten Tag fahren wir zum „Valle de la Luna“, übersetzt „das Tal des Mondes“, weil man sich vorkommt, als ob man gerade auf dem Mond gelandet ist. Es gibt hier fünf Aussichtspunkte, die wir mit dem Auto ansteuern, wobei man bei jedem Punkt anhält und eine kleine Wanderung macht.

Erster Aussichtspunkt: „Duna Mayor (Die große Düne)“ von „Valle de la Luna“
Landschaft aus erodiertem Gestein und mächtigen Sanddünen
Keine Vegetation zu sehen…
…und auch keine Tiere.
Im Hintergrund links „das Amphitheater“
Zweiter Aussichtspunkt: „Achaches“ von „Valle de la Luna“
So weit das Auge reicht nur Sand und Gestein
Tagsüber ist es heiß und nachts kühl in dieser Wüstenlandschaft von Atacama.
Dritter Aussichtspunkt: „Cuevas del Sal“ von „Valle de la Luna“
Landschaft aus Salzablagerungen
Vierter Aussichtspunkt: „Las tres Marias“ von „Valle de la Luna“
Fünfter Aussichtspunkt: „Piedra del Coyote“ von „Valle de la Luna“
Da das Gestein rot ist, erinnert es auch an eine Marslandschaft.
Zwei Weltreisende vor dem „Valle de la Luna“

Nach „Valle de la Luna“ machen wir noch einen Abstecher zu der Ausgrabungsstätte „Aldea de Tulor“. Dort führt uns ein sehr netter, junger Guide herum, der im Nachbardorf „Collo“ wohnt. Er erklärt uns alles auf „Spenglisch“, also mal Englisch mal Spanisch, da sein Englisch nicht ganz so gut ist, aber wir kommen trotzdem gut zurecht und er beantwortet all unsere neugierigen Fragen. Er erzählt uns auch, dass es hier höchstens eine Woche Regen gibt im Jahr. Wir befinden uns also gerade an einem der trockensten Orte der Welt!

Ausgrabungsstätte „Aldea de Tulor“
So sahen die Häuser früher aus, ca. 500 Jahre nach Christus (hier nachgebaut).
Die Häuser wurden aus Lehm, Sträucher & Bäumen gebaut. Sie mussten sehr windfest gebaut sein und auch vor Sandstürmen sicher sein.
Rechts und links neben der Brücke archäologische Ausgrabungen der Häuser von früher

Abends gehen wir noch um die Ecke etwas essen. Wir probieren zum ersten Mal Fleisch vom Lama und vom Guanaco und stellen fest, es schmeckt sehr gut, aber einen großen Unterschied gibt es zwischen den beiden Fleischsorten nicht. Fleisch vom Alpaca haben wir ja in Peru schon probiert.

Lama-Steak mit Pommes und Salat
Guanaco-Steak mit Pommes und Salat, dazu ein Kunstmann-Bier

Am nächsten Tag stehen wir etwas früher auf, denn es geht zu drei Lagunen. Wir fahren dafür 140km Richtung Süden, fast an die Grenze zu Argentinien. Zuerst besuchen wir dort die Lagune „Salar de Aguas Calientes III“ oder auch „Salar de Talar“ genannt, eine Art Salzsumpf. Hier ist es sehr kühl, denn wir befinden uns nun wieder auf 4100 Höhenmeter. Danach fahren wir etwa 60km Richtung Norden zurück, biegen in eine Schotterstraße ab, um zu den beiden Lagunen „Miscanti und Miñiques“ zu gelangen. 

Blick vom Weiten auf „Salar de Aguas Calientes III“
Blick zurück auf den Vulkan Meñique
Marco vor der Salzwasserlagune „Salar Agua Calientes III“
Wir laufen ca. 30min den Weg zur Lagune.
Vor der Lagune rote Steine
Die Farben der Natur sind einfach wunderschön.
Babsi vor „Salar Agua Calientes III“
Wir dürfen nur auf dem vorgeschriebenen Pfaden laufen.
Hier sieht man das Salz besonders gut.
Ein Guide macht von uns ein Foto.
Der Salzsee im Hintergrund
Auf dem Weg zur zweiten Lagune sehen wir einen Laufvogel, der Darwin-Nandu oder Kleine Nandu genannt wird …
…und eine Herde Vikuñas, kaum erkennbar wegen der gelben Landschaft.
Anschließend sind wir bei der Süßwasserlagune Miscanti angelangt.
Im Hintergrund der blauen Lagune Miscanti sieht man schneeweißbedeckte Berge.
Die Süßwasserlagune Miñique liegt gleich ein Stückchen weiter.

Am Tag darauf stehen wir um 4Uhr früh auf, damit wir pünktlich um 7:20Uhr bei Sonnenaufgang beim drittgrößten und höchsten Geysirfeld der Welt sind. Die El Tatio Geysire liegen in den Anden auf einer Höhe von 4300m und schießen heiße Wasserfontänen und Dampfwolken in die Luft. Die beste Zeit für einen Besuch ist eben morgens, da man so den Wasserdampf der Geysire am besten sieht. Wir fahren dazu ca. 100km in den Norden von San Pedro de Atacama über eine schlechte Straße mit extremen Bodenwellen.

„El Tatio“ Geysire
Ein großes Feld mit über 80 Geysiren
Am Fuße des Kraters vom Vulkans „El Tatio“ befinden sich die Geysire.
Trotz Mütze, Schal und Handschuhe ist es bitterkalt!
Einige Dämpfe können Sulfid- und Schwefelgehalte aufweisen.
Manche Geysire, so wie dieser hier, sind etwas größer.
Überall blubbert und brodelt es um einen herum.
Ein Geysir ist eine heiße Quelle, die ihr Wasser als Fontäne ausstößt.
Hier sieht man einen sehr großen Wasserstrahl aus dem Boden schießen. Der höchste Ausbruch überhaupt wurde mit 6m beobachtet.

Gegen 9Uhr fahren wir wieder zur Stadt San Pedro de Atacama zurück und machen noch einen kurzen Stopp an der „Laguna Flamingos“ und am Canyon „Guatin“.

„Laguna Flamingo“, an welchem wir ein paar pinke Flamingos sehen.
Canyon „Guatin“
Im Tal des Guatin Canyons gibt es einen Fluß mit üppig grüner Vegetation.
Hier sehen wir ein südliches Viscacha, welches gerade ein Sonnenbad nimmt. Es ist ein Nagetier aus der Familie der Chinchillas.
Am Straßenrand sehen wir noch einen wilden Esel.

An unserem vorletzten Tag in der Atacama-Wüste stehen wieder zwei Lagunen auf dem Programm. Zuerst die Laguna „Chaxa“ und danach die Laguna „Tebinquiche“. Sie sind die beiden größten Salzseen im Reserva Nacional Los Flamencos. Um diese Lagunen führen markierte Wege durch die Salzfelder, auf welchen wir laufen. Hier läuft es sich wie auf Schnee oder Eis.

Salzfeld Laguna „Chaxa“
Weg durch das Salzfeld
Hier sieht man einige schöne Flamingos auf Futtersuche.
Es gibt verschiedene Flamingoarten – Dies ist der „Flamenco chileno“, welcher rote Füße hat.
Und das ist der „Flamenco andino“, welcher gelbe Füße hat.
Wir fahren eine Stunde weiter zur Laguna „Tebinquiche“.
Zur Mittagszeit ist es hier extrem heiß und man muss sich gut eincremen.
Auch hier laufen wir am Salzsee entlang.

Abends gehen wir im Restaurant nebenan noch etwas essen und im Hintergrund wird chilenische Live-Musik gespielt.

Der Solist spielt unglaublich gut! Er spielt verschiedene Flöten, unter anderem Panflöte, welche hier so berühmt ist.

An unserem letzten Tag in der Atacama-Wüste fahren wir zuerst in das Tal des Todes – „Valle de la Muerta“. Angeblich heißt es nach einer von vielen Hypothesen so, weil es hier keine Pflanzen gibt, also nichts außer karge, rote Felsen und riesige Sanddünen.

„Valle de la Muerta“ oder „Death Valley“
Marco ganz rechts oben im Bild
Wir wandern einen Kilometer auf das Plateau hoch.
Oben angekommen, hat man eine tolle Aussicht ins Tal des Todes.
In der Ferne sieht man die Stadt San Pedro de Atacama.
Am Schluss müssen wir eine riesengroße Sanddüne herunterlaufen. Marco rennt mit seiner Gopro in der Hand voraus 🙂

Danach geht es weiter ins „Valle de Arcoiris“, das Regenbogental der Atacama-Wüste. Seinen Namen verdankt es der Vielfalt der Farben, welche die unterschiedliche Konzentration an Ton, Salzen und Mineralien in dieser Gegend anzeigen.

„Valle de Arcoiris“
Hier sind so viele Farben zu sehen, sogar etwas bläulich schimmert der Felsen.
Man kann mit dem Auto an verschiedenen Stellen im Regenbogental anhalten und die Felsen bestaunen.

Und zuletzt schauen wir uns die Petroglyphen von Yerbas Buenas an. Dies sind Felszeichnungen der Ureinwohner der Atacama-Wüste. Wissenschaftler rätseln bis heute, ob sie 2500 oder 10000 Jahre alt sind.

An diesen Felsen gibt es unzählige Felszeichnungen.
Meistens sind es Tierzeichnungen.
Das könnten Lamas oder Alpacas sein.
Es gibt aber auch Zeichnungen von Menschen oder Gesichtern.

Nachmittags fahren wir unseren SUV – mit welchem wir insgesamt 960km in der Atacama-Wüste gefahren sind – nach Calama zur Mietwagen-Abgabestelle am Flughafen zurück und übernachten noch eine Nacht in Calama. Am nächsten Tag geht es mit dem Flugzeug zuerst nach Santagio de Chile und anschließend nach Punta Arenas in Patagonien, ganz in den Süden von Chile.

Bis bald 🙂

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Zofie

    Unglaublich beeindruckende Landschaft bei den Salzseen und Geysiren in Chile 👍 Dumme Frage: Konnte man im Salzsee auch kurz baden oder hätte es einem dann die Haut abgezogen?
    Auf jeden Fall ganz tolle Gegenden in welche ihr da kommt. Also Endspurt!!! Genießt eure letzen Tage eurer Weltreise in vollen Zügen! Ich bin mir sicher es ist nicht euer letzter längerer Trip😉
    Liebe Grüße aus Laos😘
    ….mit dem Esel da am Wegesrand in Chile hätte ich mich gerne kurz unterhalten 😁

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