„Oh, wie schön ist Panama!“ Das Buch vom kleinen Bär und dem Tiger und seiner Tigerente von Janosch habe ich als Kind gerne gelesen und mir schon immer gewünscht, einmal dort zu sein. Diesmal ist es Wirklichkeit geworden.
Wir kommen Abends in Panama City (ca. 4,5 Mio Einwohner) an, diesmal mit nur einer Stunde Zeitverschiebung. Am nächsten Tag erkunden wir die Stadt zu Fuß (17km!). Sie ist eine moderne Stadt und vereint Altes und Neues. So findet man moderne Wolkenkratzer mit einer Skyline von mehr als 22 Gebäuden, die über 200m hoch sind, aber auch eine romantische Altstadt „Casco Viejo“ mit ihren denkmalgeschützten Häusern, Ruinen, Kirchen, Plätzen und Palästen, welche von Unesco zum Weltkulturerbe ernannt worden ist.

Skyline Panama City





















Am Tag darauf ist Marcos Geburtstag 🙂 Und natürlich geht es aufs Wasser d.h. wir machen eine Bootfahrt mit „Panama Marine Adventure“ auf dem berühmten Panama-Kanal. Der Kanal zählt zu den technischen Meisterleistungen der Menschheit und hat uns sehr beeindruckt. Wir durchfahren die Hälfte des Kanals, also durch zwei von drei Schleusen von Panama-City nach Gamboa (ca. 6 Stunden). Die komplette Durchquerung des Kanals würde 12 Stunden dauern.
Der Panamakanal ist mit knapp 82km die längste künstliche Wasserstraße der Welt. Er verbindet den Atlantik im Norden mit dem Pazifik im Süden. Handelsschiffe können den Kanal nutzen, anstatt die viel längere und gefährlichere Route um das südamerikanische Kap Hoorn wählen zu müssen.



















In der Kleinstadt Gamboa steigen wir aus und werden mit einem Kleinbus zum Hotel zurück gebracht. Abends stoßen wir noch auf Marcos Geburtstag an.

Marco nun ein Jahr älter 🙂
Prost mein Schatz, auf dich! 🙂
Am 05.01. fahren wir mit dem Uber nach „Panama Viejo“. Uber fahren – was so ähnlich wie Taxi fahren ist – probieren wir heute zum ersten Mal aus und es klappt einfach wunderbar. Alles funktioniert über eine App, welche man vorher installiert. Sie zeigt an, wann und welcher Fahrer mit welchem Autokennzeichen kommt. Man muss nicht übers Geld verhandeln, denn abgerechnet wird über die App mit Kreditkarte. Außerdem fühlen wir uns sicher, die Uber sind ordentlich und dazu sehr billig. Für gerade mal 4,75US-Dollar fährt uns nun der Uber durch die halbe Stadt nach „Panama Viejo“.
„Panama Viejo“ ist eine Ruinenstadt in Panama City vom Jahr 1519, welche ursprünglich Hauptstadt Panamas war, jedoch von Piraten niedergebrannt wurde. Es war die erste von Spanien gegründete Stadt an der pazifischen Küste Amerikas. Zudem ist sie Teil des Unesco Weltkulturerbe. Auf dem Ruinengelände befinden sich Überreste mehrerer Häuser, Klöster, eine Kirche, ein Turm einer Katedrale und ein Museum über die Geschichte der Stadt und Panama.







Richtung Atlantikküste führt der Kanal durch Regenwald, an der Kleinstadt Gamboa vorbei und durchquert danach den Gatún-See. Wir buchen am nächsten Tag eine Bootstour, mit welcher wir nun den Teil des Panama Kanals ab Gamboa befahren, also zum Gatún-See mit seinen kleinen tropischen Inseln. Eine dieser Inseln heißt Monkey-Island, da hier verschiedene Affenarten leben, aber auch andere Tiere wie Faultiere, Leguane, Schildkröten und Vögel. Guybrush Threepwood sind wir leider nicht begegnet 🙂







Nach der Bootstour fahren wir von Gamboa zum National Park Soberania, um dort noch ein paar Kilometer durch den Dschungel zu laufen. Dort hören wir Brüllaffen und sehen ein Aguti und einen Nasenbären.


Am darauf folgenden Tag laufen wir, wie am ersten Tag, von unserem Hotel die lange Küstenstraße „Cinta Costera“ ca. 6,5 km in die Altstadt und zurück, um dort das Panama Kanal Museum zu erkunden. Wir erfahren hier viel über die Geschichte Panamas und über den Bau des Panama Kanals in seinen verschiedenen Phasen.



An unserem letzten Tag gehen wir noch in den Park „Natural Metropolitano“. Er ist ein Nationalpark auf einer Fläche von 265 Hektar, der sich direkt in Panama City befindet. Außerdem bietet er einen tollen Ausblick auf die Skyline von Panama City. Man kann hier tropischen Regenwald direkt in der Stadt erleben und wenn man Glück hat wilde Tiere sehen.





Nach der Wanderung im Metropolitan Park fahren wir mit dem Uber zum Multiplaza, einem riesengroßen Einkaufszentrum. Hier verläuft man sich fast, wenn man nicht aufpasst und es gibt alles, was das Herz begehrt. Marco kauft sich eine neue Hose, danach geht es zum Hotel zurück, denn am nächsten Tag fliegen wir nach Ecuador.

Fazit Panama
Da wir nur sieben Tage für Panama Zeit hatten, konnten wir nicht das ganze Land bereisen, sondern haben uns auf die Hauptstadt Panama City, den berühmten Panama Kanal und dessen Umgebung konzentriert.
Im Panama Kanal Museum haben wir einen guten Einblick in Panamas Geschichte bekommen und verstanden, was für eine besondere Rolle der Kanal für dieses Land spielt. Durch die Einnahmen des Kanals zählt Panama heute zu den reichsten Ländern in Lateinamerika. Dies spiegelt sich in Panama City wieder, eine sehr moderne Stadt mit riesigen Einkaufszentren und dazu eine glitzernde Bankenmetropole mit einer tollen Skyline, gleichzeitig aber auch eine sehr kontrastreiche Stadt. Fährt man nur ein bisschen weiter hinter die Wolkenkratzer, sieht man heruntergekommene Häuser, Müll auf der Straße und es wird Touristen geraten, bestimmte Stadtviertel zu meiden.
Panama City ist aber nicht nur kontrastreich, sondern liegt mitten in der wunderschönen, tropischen Natur. Die Stadt liegt direkt am Panama Kanal und mitten im Dschungel und ist daher umgeben von Wasser, Urwald und wilden Tieren. Man behauptet, Panama City ist die einzige Hauptstadt der Welt mit tropischen Regenwald im Stadtgebiet.
Wir sagen „Muchas Gracias“ Panama!
Auf geht es nach Ecuador!
Bis bald, liebe Leser 🙂
