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Panama City und der Panama-Kanal (02.01.24-09.01.24)

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„Oh, wie schön ist Panama!“ Das Buch vom kleinen Bär und dem Tiger und seiner Tigerente von Janosch habe ich als Kind gerne gelesen und mir schon immer gewünscht, einmal dort zu sein. Diesmal ist es Wirklichkeit geworden.

Wir kommen Abends in Panama City (ca. 4,5 Mio Einwohner) an, diesmal mit nur einer Stunde Zeitverschiebung. Am nächsten Tag erkunden wir die Stadt zu Fuß (17km!). Sie ist eine moderne Stadt und vereint Altes und Neues. So findet man moderne Wolkenkratzer mit einer Skyline von mehr als 22 Gebäuden, die über 200m hoch sind, aber auch eine romantische Altstadt „Casco Viejo“ mit ihren denkmalgeschützten Häusern, Ruinen, Kirchen, Plätzen und Palästen, welche von Unesco zum Weltkulturerbe ernannt worden ist.

Blick von unserem Hotelzimmer auf die
Skyline Panama City
Wir laufen vom Hotel aus die „Cinta Costera“ Richtung Altstadt – ein hübsch angelegter Weg entlang der Küste von Panama City
Pacific Lookout mit Panama-Schild und Marco 🙂
Eine Krippe vor Wolkenkratzern
Blick auf „Cinta Costera“ und unser Hotel Plaza Paitilla Inn irgendwo rechts
Im Vordergrund die Fischerboote am Mercado de Mariscos (Fischmarkt) und im Hintergrund das Bankenviertel mit Wolkenkratzern
In der Altstadt „Casco Viejo“ findet man bunte Häuser mit Balkon
Links Casa de la Municipalid (Gemeindehaus) und rechts Iglesia Nuestra Señora de la Merced (Katholische Kirche von 1680)
Wir trinken einen Kaffee am „Plaza Tomás Herrera“
„Iglesia de San José“ – Katholische Kirche von 1670, bekannt für den aus Holz geschnitzten, in Blattgold gefassten Altar
Ruine der Kirche „Iglesia de la Compañia de Jesús“
„Catedral Basilica Metropolitana Santa Maria La Antigua“
„Municipal Palace“ – Stadtpalast
Am „Plaza de la Indenpendencia“ wird mit Panflöten und Rasseln getanzt
Pfarrei am „Plaza Simón Bolivar“
„Teatro Nacional“
„Iglesia San Francisco de Asis“
Haus mit blauen Fenstern und Türen, dazu wieder ein hübscher Balkon
Neues Haus links, daneben altes zerfallenes Haus rechts, beide wieder mit Balkon
Ruine des Klosters „Santo Domingo“
Präsidentengebäude – Viel Polizei um das Gebäude, aber auch in „Casco Viejo“ allgemein sieht man überall Polizeibeamten
Die Straße der Sombrero-Hüte – „La Calle de los Sombreros“

Am Tag darauf ist Marcos Geburtstag 🙂 Und natürlich geht es aufs Wasser d.h. wir machen eine Bootfahrt mit „Panama Marine Adventure“ auf dem berühmten Panama-Kanal. Der Kanal zählt zu den technischen Meisterleistungen der Menschheit und hat uns sehr beeindruckt. Wir durchfahren die Hälfte des Kanals, also durch zwei von drei Schleusen von Panama-City nach Gamboa (ca. 6 Stunden). Die komplette Durchquerung des Kanals würde 12 Stunden dauern.

Der Panamakanal ist mit knapp 82km die längste künstliche Wasserstraße der Welt. Er verbindet den Atlantik im Norden mit dem Pazifik im Süden. Handelsschiffe können den Kanal nutzen, anstatt die viel längere und gefährlichere Route um das südamerikanische Kap Hoorn wählen zu müssen.

Früh um 4Uhr stehen wir auf, um 5Uhr bei Sonnenaufgang von Calzada de Amador abzufahren. Im Hintergrund rechts warten große Schiffe, um durch den Kanal zu fahren.
„Calzada de Amador“ – ein künstlich angelegter Damm, der vier aufgeschüttete Inseln verbindet
Unser Schiff „Pacific Queen“
„Puente de las Américas“ – Die Stahlbrücke Amerikas (Nord- und Südamerika) ist der Eingang zum Panama Kanal
Ein Lotse, der unseren Schiffskapitän durch den Kanal führt, springt an Board. Ein Lotse ist Pflicht!
Wir fahren hinter einem größerem Schiff in die Schleusen. Die großen Schiffe werden mit ein oder zwei Schlepperbooten – welche sehr viel PS haben – in die Schleusen geschoben.
Die erste Schleuse, durch die wir fahren, ist die Miraflores Schleuse
Container-Schiff, welches bald durch die Miraflores Schleuse fährt
Die Schleusentore der ersten Kammer schließen sich
Die Schiffe werden meterweise angehoben
Wir fahren in die zweite Kammer der Miraflores Schleuse. Wieder schließen sich die Tore (diesmal zwei Tore).
Und wieder werden die Schiffe angehoben
Wir fahren durch den Miraflores See in die zweite Schleuse – die Pedro Miguel Schleuse
Schlepperboote sind mit in der Schleuse, um dann das große Schiff heraus zu schieben
Die großen Schiffe werden durch kleine Züge mit Seilen auf Kurs in der Schleuse gehalten
Wir fahren unter der „Puente Centenario“ (Centennial Bridge) durch
Der Panama Kanal ist von 1904 bis 1914 gebaut worden und die Kanalfahrrinne ist 153m breit
Große Schiffe fahren hier täglich durch, wie das Militärsschiff Cape Orlando
Eingesetzte Arbeitskräfte des Kanals waren 75.000, davon 25.000 Tote und die Gesamtbaukosten des Kanals waren über 400 Mio. US-Dollar…

In der Kleinstadt Gamboa steigen wir aus und werden mit einem Kleinbus zum Hotel zurück gebracht. Abends stoßen wir noch auf Marcos Geburtstag an.

Leckeres Bier aus Panama im „Brew Stop“ –
Marco nun ein Jahr älter 🙂
Prost mein Schatz, auf dich! 🙂

Am 05.01. fahren wir mit dem Uber nach „Panama Viejo“. Uber fahren –  was so ähnlich wie Taxi fahren ist – probieren wir heute zum ersten Mal aus und es klappt einfach wunderbar. Alles funktioniert über eine App, welche man vorher installiert. Sie zeigt an, wann und welcher Fahrer mit welchem Autokennzeichen kommt. Man muss nicht übers Geld verhandeln, denn abgerechnet wird über die App mit Kreditkarte. Außerdem fühlen wir uns sicher, die Uber sind ordentlich und dazu sehr billig. Für gerade mal 4,75US-Dollar fährt uns nun der Uber durch die halbe Stadt nach „Panama Viejo“.

„Panama Viejo“ ist eine Ruinenstadt in Panama City vom Jahr 1519, welche ursprünglich Hauptstadt Panamas war, jedoch von Piraten niedergebrannt wurde. Es war die erste von Spanien gegründete Stadt an der pazifischen Küste Amerikas. Zudem ist sie Teil des Unesco Weltkulturerbe. Auf dem Ruinengelände befinden sich Überreste mehrerer Häuser, Klöster, eine Kirche, ein Turm einer Katedrale und ein Museum über die Geschichte der Stadt und Panama.

Ruinenstadt „Panama Viejo“ im Vordergrund, Wolkenkratzer von Panama City im Hintergrund
„Conjunto Conventual de la Concepción“ – Ruine eines Klosters in Panama Viejo
Am „Plaza Mayor“ steht die Ruine der Kathedrale in Panama Viejo
„Conjunto de Conventual de Santo Domingo“ – Ruine eines Klosters in Panama Viejo
Ruine des Kirchturms der Kathedrale in Panama Viejo – Von allen Ruinen am besten erhalten und daher Wahrzeichen von Panama-Stadt
Außer Leguane wohnt nun niemand mehr in den Ruinen. Mindestens 10 Leguane haben wir gesehen.
Ruine „Casa Alarcon“ in Panama Viejo

Richtung Atlantikküste führt der Kanal durch Regenwald, an der Kleinstadt Gamboa vorbei und  durchquert danach den Gatún-See. Wir buchen am nächsten Tag eine Bootstour, mit welcher wir nun den Teil des Panama Kanals ab Gamboa befahren, also zum Gatún-See mit seinen kleinen tropischen Inseln. Eine dieser Inseln heißt Monkey-Island, da hier verschiedene Affenarten leben, aber auch andere Tiere wie Faultiere, Leguane, Schildkröten und Vögel. Guybrush Threepwood sind wir leider nicht begegnet 🙂

Marco links und unsere Tourführerin rechts, die Tiere mit dem Fernglas sucht
Gatún Lake – künstlich angelegter See, der für den Bau des Panamakanals durch die Aufstauung des Flußes „Rio Charges“ geschaffen wurde
Schildkröte
Zwei Panamaperückenaffen
Kapuzineräffchen
„Iguana Iguana“ – Ein grüner, männlicher Leguan versteckt sich im Gebüsch

Nach der Bootstour fahren wir von Gamboa zum National Park Soberania, um dort noch ein paar Kilometer durch den Dschungel zu laufen. Dort hören wir Brüllaffen und sehen ein Aguti und einen Nasenbären.

Nationalpark Soberania – Nur eine halbe Stunde Autofahrt von Panama City entfernt – ein riesiger Urwald
Mittelamerikanisches Aguti

Am darauf folgenden Tag laufen wir, wie am ersten Tag, von unserem Hotel die lange Küstenstraße „Cinta Costera“ ca. 6,5 km in die Altstadt und zurück, um dort das Panama Kanal Museum zu erkunden. Wir erfahren hier viel über die Geschichte Panamas und über den Bau des Panama Kanals in seinen verschiedenen Phasen.

Panama Kanal Museum
Marco steht neben einem Teil eines 1893 erbauten Leuchtturms vom Panama Kanal
Panama Flagge an der „Cinta Costera“

An unserem letzten Tag gehen wir noch in den Park „Natural Metropolitano“. Er ist ein Nationalpark auf einer Fläche von 265 Hektar, der sich direkt in Panama City befindet. Außerdem bietet er einen tollen Ausblick auf die Skyline von Panama City. Man kann hier tropischen Regenwald direkt in der Stadt erleben und wenn man Glück hat wilde Tiere sehen.

Marco im „Natural Metropolitano Parque“
Ausblick auf Panama City vom Cerro Cedro im Parque Metropolitano
Graukopftangar
Faultier
Weißrüssel-Nasenbär

Nach der Wanderung im Metropolitan Park fahren wir mit dem Uber zum Multiplaza, einem riesengroßen Einkaufszentrum. Hier verläuft man sich fast, wenn man nicht aufpasst und es gibt alles, was das Herz begehrt. Marco kauft sich eine neue Hose, danach geht es zum Hotel zurück, denn am nächsten Tag fliegen wir nach Ecuador.

Das Multiplaza in Panama City

Fazit Panama

Da wir nur sieben Tage für Panama Zeit hatten, konnten wir nicht das ganze Land bereisen, sondern haben uns auf die Hauptstadt Panama City, den berühmten Panama Kanal und dessen Umgebung konzentriert.

Im Panama Kanal Museum haben wir einen guten Einblick in Panamas Geschichte bekommen und verstanden, was für eine besondere Rolle der Kanal für dieses Land spielt. Durch die Einnahmen des Kanals zählt Panama heute zu den reichsten Ländern in Lateinamerika. Dies spiegelt sich in Panama City wieder, eine sehr moderne Stadt mit riesigen Einkaufszentren und dazu eine glitzernde Bankenmetropole mit einer tollen Skyline, gleichzeitig aber auch eine sehr kontrastreiche Stadt. Fährt man nur ein bisschen weiter hinter die Wolkenkratzer, sieht man heruntergekommene Häuser, Müll auf der Straße und es wird Touristen geraten, bestimmte Stadtviertel zu meiden.

Panama City ist aber nicht nur kontrastreich, sondern liegt mitten in der wunderschönen, tropischen Natur. Die Stadt liegt direkt am Panama Kanal und mitten im Dschungel und ist daher umgeben von Wasser, Urwald und wilden Tieren. Man behauptet, Panama City ist die einzige Hauptstadt der Welt mit tropischen Regenwald im Stadtgebiet.

Wir sagen „Muchas Gracias“ Panama!

Auf geht es nach Ecuador!

Bis bald, liebe Leser 🙂

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