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Costa Rica – Monteverde, La Fortuna und Puerto Viejo (26.12.23-02.01.24)

Wir verlassen Quepos und fahren in die Monteverde-Region. Bevor wir von der pazifischen Küste in die Berge zur Stadt Santa Elena fahren, schauen wir uns die Tarcoles Brücke an. Unter dieser fließt der Fluß Tarcoles entlang und mündet in den Pazifik. An dieser Flußmündung liegen ein paar große Krokodile, da aus dem Meer viele Fische hereingespült werden.

Ein großes Krokodil sonnt sich gerade
Tarcoles River mit ca. 11 Krokodilen
Toller Blick aus der Monteverde-Region Richtung Pazifischen Ozeans

Wir checken in der El Nido Lodge ein und erkunden die Stadt Elena. Dort schauen wir uns die Ficus-Baum-Brücke an. Ficus-Bäume, die auch als Würgebäume bekannt sind, töten ihren Wirtsbaum, wenn sie ihn umschlingen. Dieser Ficus-Baum hat sich entschieden, über den Fluss zu wachsen und eine brückenartige Formation zu bilden.

Ficus-Baum-Brücke
Wurzeln bilden brückenartige Formation

Anschließend fahren wir zum Frog Pond Ranario. Da es kaum möglich ist, Frösche in der wilden Natur zu sehen und sie in Costa Rica teilweise sehr giftig und unheimlich klein sind, beschließen wir, sie in großen, natürlich simulierten Terrarien anzuschauen. Außerdem sind die meisten Frösche nachtaktiv und tagsüber kaum zu sehen. Hier im Frog Pond Ranario tragen die 25 Arten von Fröschen und Kröten zur Erhaltung bei. Wir erfahren viel durch unseren Guide über ihren Lebensraum und ihre einzigartigen Eigenschaften. Ich war total begeistert von den süßen Fröschen!

Der Babsifrosch rechts 🙂
Spurrell’s Flying Leaf Frog (8cm)
Strawberry Poison Frog (2cm) – Er hat sich leider in einer Pflanze versteckt…
Fleischmann Glas Frog (3cm)
Crowned Frog (8cm) – Er heißt so, da er eine kleine Krone auf dem Kopf hat
Barred Leaf Frog (8cm)
Masked Tree Frog (7cm)
Green and black poison dart frog (Pfeilgiftfrosch, 3cm)
Golden Eyed Leaf Frog (7-10cm)
Lancaster’s Tree Frog (3cm)
Wieder ein Lancaster’s Tree Frog – der Guide meinte er macht gerade Gymnastik 🙂
Red Eyed Leaf Tree Frog (8cm)

Nach der Froschsuche sind wir hungrig und essen um die Ecke noch Gerichte, die typisch für Costa Rica sind. Zum Einen gibt es meistens Gerichte aus Reis, Bohnen, gekochter Banane und Fleisch und zum Anderen „Patacones“, ein Gericht mit Kochbananen (zerdrückt und frittiert) dazu Guacamole, Rindfleisch und Bohnen.

Übrigens ist die Währung in Costa Rica der Colón. Zum Beispiel habe ich für die „Patacones“ 5600 Colónes bezahlt, umgerechnet sind das ca. 9,77€. Man kann aber in Costa Rica auch in US-Dollar zahlen.

Patacones

Santa Elena und Monteverde sind für ihren Nebelwald berühmt, der sich durch den Regenwald bildet. Da wir gerade Trockenzeit haben, gibt es momentan leider keinen Nebel. Wiederum aber auch gut für uns, wenn es nicht ständig regnet. Jedenfalls machen wir auch ohne den berühmten Nebel eine schöne Tour im Selvatura Park über acht Hängebrücken im Regenwald.

Marco auf einer Hängebrücke im Selvatura Park
Manchmal ist es ganz schön hoch
Babsi auf einer Hängebrücke im Selvatura Park
Die längste Hängebrücke über den Regenwald ist dort 157m
Je länger die Hängebrücke desto mehr wackelt sie, da will ich manchmal ganz schnell wieder runter… 🙂
Zwischendurch laufen wir im Dschungel auf einem normalen Pfad

Im Selvatura Park gibt es auch eine große Schmetterlingshalle, die wir anschauen. Leider weiß ich die Namen der Schmetterlinge nicht, aber es soll 30 verschiedene Schmetterlingsarten hier von Costa Rica geben. Sie sind wunderschön anzuschauen.

Neben der Schmetterlingshalle gibt es die Sanctuary für Faultiere, d.h. dies sind ca. zehn stark verletzte Faultiere gewesen, die man wieder aufgepäppelt hat. Sie können jedoch nicht mehr in die Freiheit gelassen werden, aber hier haben sie ein schönes faules Leben. In diesem Park gibt es nur die 2-Finger-Faultiere.

Faultiere schlafen mindestens 17 Stunden am Tag
Sie bewegen sich ganz selten. Wir durften sie zur Fütterungszeit anschauen, da sieht man das ein oder andere Faultier sich bewegen
Ihre Verdauung ist genauso langsam wie sie selbst. Sie brauchen eine Woche um ihr Essen zu verdauen.

Nach unserer Tour durch den Selvatura Park fahren wir 100km durch die Berge, teilweise auf Schotterpisten mit sehr vielen Schlaglöchern und sind nach ca. 3,5 Stunden in La Fortuna. Zum Glück haben wir einen SUV mit Bodenfreiheit genommen 🙂

Grüne Berge
Unser SUV
Wir fahren am Lake Arenal vorbei in die Stadt La Fortuna

Am nächsten Tag machen wir eine Wanderung am Vulkan Arenal. Er ist einer der aktivsten Vulkane der Welt. Am Fuße liegt der Ort La Fortuna und der größte See Costa Ricas, Lake Arenal. Unser ca. 5km langer Wanderweg heißt Trail 1968, da er über die Lavafelder des letzten großen Ausbruchs des Vulkans von 1968 führt. Jährlich wuchs der Vulkan durch Anhäufung durch Lava um den Krater, jedoch seit 2010 fließt keine Lava mehr.

Startpunkt der Wanderung im Park Arenal 1968
Wir wandern durch schwarzes Lavagestein
Zwischendurch ein Aussichtspunkt
Unsere Wanderung am Arenal geht ca. zwei Stunden
Es geht auch durch den Regenwald
Wer versteckt sich denn da? 🙂
Zum Schluss der Wanderung gegen Mittag sehen wir den Vulkan Arenal endlich ohne Wolken

In der Stadt „La Fortuna“ gibt es durch den Vulkan viele heiße Quellen (Hot Springs), in denen man baden kann. Wir entscheiden uns aber dafür, den Wasserfall „La Fortuna“ anzuschauen. Man muss 500 Stufen hinab laufen, um zum Wasserfall zu kommen. Er befindet sich inmitten eines dichten Dschungels und stürzt mehr als 70 Meter in die Tiefe. Als wir unten ankommen, regnet es in Strömen. Klatschnass kehren wir in unser Hotel zurück.

La Fortuna Waterfall

Am Tag darauf buchen wir eine Don Juan Kaffee- und Kakaotour in La Fortuna. Wir lernen zuerst, wie Kakao und danach wie Kaffee hergestellt wird.

Herstellung von Kakao
Kakaoblüte
Kakaofrucht
Uns werden die Samen des Kakaos gezeigt
Fermentation
Kakao trocknen und rösten
Kakaonibs mahlen
Am Schluss darf jeder seine eigene Schokolade herstellen. Jeder darf selber entscheiden was er hinzugefügt: Milchpulver, Zucker, Maispulver, Zimt, Vanille, Salz oder Cayennepfeffer.
Et voilà Schokolade selber hergestellt

Danach schauen wir uns die Herstellung von Kaffee an.

Blüte und Frucht des Kaffees
Die Kaffeekirsche wird per Maschine oder per Hand geernet, aussortiert, gewaschen, danach das Fruchtfleich entfernt, gewaschen, getrocknet, geschält und geröstet.
Es gibt drei verschiedene Kaffeebohnen
Von links nach rechts: Nicht geröstet, leicht, mittel bis hin zu sehr stark geröstete Kaffeebohnen
Wir mahlen Kaffeebohnen
Zum Schluss probieren wir den Kaffee

Zu Silvester wollen wir an der karibischen Küste sein. Wir fahren also ca. 270km in 4,5 Stunden nach Puerto Viejo de Talamanca. Dort gönnen wir uns nach ein paar billigeren Unterkünften nun wieder mal ein besseres Hotel mit Pool. Nachdem wir eingecheckt haben, schlendern wir noch ein bisschen durch die Straßen mit den schönen Boutiquen von Puerto Viejo. Die Reggae Musik, die Rastafari-Kultur, die Palmen und der Sandstrand erwecken Karibik-Feeling.

Stadt Puerto Viejo
Souvenirläden an der Hauptstraße von Puerto Viejo
Überall die Farben der Rastafari – Rot, Gelb, Grün
Leckere Empanadas am Straßenrand zu kaufen
Schöne Boutiquen in Puerto Viejo
Palmen und Meer
Unser Hotel mit Pool

Zum Silvester Abend essen wir an einem Restaurant direkt am Strand. Hier in Puerto Viejo ist an Silvester richtig was los. Es wird ausgelassen gefeiert, getanzt und um 24Uhr ein paar Raketen verschossen.

Restaurant am Silvesterabend direkt an der karibischen Küste in Puerto Viejo
Leckere Cocktails
Feuerwerk am Strand über den Palmen
Feliz año nuevo 🙂

Am ersten Tag des Jahres 2024 fahren wir ca. 4,5 Stunden zur Hauptstadt San José zurück und übernachten dort noch eine Nacht. Wir geben am nächsten Tag unseren Mietwagen ab, mit welchem wir 1425km gefahren sind und fliegen nach Panama City.

Fazit Costa Rica

Die Ticos leben nach „Pura Vida“! Das ist das Lebensgefühl Costa Ricas. Es bedeutet, nicht alles so ernst zu nehmen, gelassen zu sein, das Leben bewusst zu leben, dankbar zu sein, aber auch Verbundenheit mit der Natur. Die Menschen hier sind sehr stolz auf ihre Landschaft und ihr Tierreich und sind immer sehr gastfreundlich und hilfsbereit.

Wir haben oftmals „Pura Vida“ beim Autofahren gespürt. Die Ticos sind zwar rasante und chaotische Autolenker, jedoch braucht man auch Gelassenheit im Straßenverkehr. Wenn mal eine Fahrspur blockiert ist, man wegen riesig großen Schlaglöchern langsam fahren muss, man stundenlang in den Bergen hinter einem Laster herfährt oder Hunde die Fahrbahn überqueren, dann ist das halt so und man bleibt geduldig und wartet so lange bis es weitergeht. Da können schon mal ein paar Stunden vergehen… 😉

Costa Rica ist ein sehr kleines Land, welches vor allen Dingen landschaftlich viel zu bieten hat. Das Schöne an Costa Rica ist, dass innerhalb weniger Stunden Autofahrt sämtliches erreichbar ist, je nachdem was man gerne sehen möchte. Ob hohe Berge und tolle Vulkane, tiefster Dschungel mit tropischen Regenwäldern und vielen bunten Tieren, malerische Wasserfälle oder wunderschöne Strände an der pazifischen und karibischen Küste – hier findet man einfach alles! Rund 30% von Costa Rica sind Naturschutzgebiete und Nationalparks, daher ein Paradies für Tier- und Naturliebhaber. Es ist eines der artenreichsten Länder der Welt und da es hier viel regnet, ist die Landschaft immer herrlich grün. Die Vielfalt der Tiere hat uns besonders gut gefallen, vor allem die bunten Papageie und die süßen Frösche!

Gracias und Adiòs liebes Costa Rica!

Auf geht es nach Panama!

Bis bald 🙂

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. DieserDave

    ¡Feliz Año Nuevo!

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