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Costa Rica – Von San José nach Quepos (20.12.-25.12.23)

Nach einem Zwischenstopp in Guatemala kommen wir nach 6 Stunden plus 2 Stunden Zeitverschiebung in der Hauptstadt von Costa Rica an. Es war zwar eine wackelige Landung wegen viel Wind, das war unangenehm, aber trotzdem sind wir sicher gelandet. Wir fahren mit einem roten Taxi ins Hotel und schlafen gleich, da es schon spät in der Nacht ist. Wir haben ein Zimmer im 12ten Stockwerk mit toller Aussicht auf San José (ca. 340000 Einwohner).

Unser Blick vom Hotel auf San José bei Nacht
Unser Blick vom Hotel auf San José am Tag

Am Tag darauf holen wir früh unseren Mietwagen für die nächsten zwei Wochen ab und schauen uns dann San José an.

Es ist wahnsinnig viel los in den Straßen, vielleicht aufgrund der baldigen Weihnachtsfeiertage. Also stürzen wir uns mitten in das laute Getümmel, zuerst zum „Mercado Central de San José“, dem größten überdachten Markt mit 200 Ständen, der einfach alles verkauft. Wir quetschen uns dort durch die kleinen Gassen und finden kaum den Ausgang, weil er wie ein Irrgarten verläuft. Zusätzlich zu den Marktständen gibt es kleine Restaurants, sogenannte Sodas. Dort kaufen wir uns zwei leckere Empanadas zum Mittag, das sind kleine Teigtaschen gefüllt mit Käse, Bohnen oder Huhn.

Anschließend laufen wir zu ein paar sehenswerten Gebäuden und schauen diese teilweise nur von außen an, da wir nicht die Zeit haben, hinein zu gehen.

Verkauf von Lebensmittel…
…und Verkauf von alltäglichen Sachen auf dem zentralen Markt in San José
Metropolitan Cathedral of San José – Davor stehen die typischen roten Taxis
In dieser katholischen Kathedrale steht nun zu Weihnachten eine sehr große, schöne Krippe neben dem Altar
Das Nationaltheater, im Jahr 1897 erbaut – es gilt als Wahrzeichen von San José
Plaza de Juan Mora Fernandez – Statue des ersten Staatsoberhaupt Costa Ricas
Teatro Nacional – Blick vom Plaza de la Cultura auf das Nationaltheater mit costaricanischer Flagge
Nationalmuseum von Costa Rica mit Weihnachtsbaum davor
Museo del Jade – Museum mit präkolumbischer Jade
Parque Nacional – Zwischendurch gibt es kleine grüne Parks
Escuela Buenaventura Corrales – historische Schule aus dem Jahr 1896
Neben der Schule ein kleiner Garten mit Springbrunnen…
…und der Morazán Park
Überall in der Stadt verteilt Kunstwerke von „Caricia Jimenez Deredia“

Am nächsten Tag fahren wir ca. 6,5 Stunden (ca. 340km) nach Puerto Jiménez. Zwar fahren die Ticos (so werden hier die Costa-Ricaner genannt) etwas anders als wir und haben ein paar andere Vehaltensweisen im Straßenverkehr. Rote Ampeln sind hier nur eine Empfehlung zum Anhalten, überholt wird oft an den unmöglichsten Stellen und manchmal sogar zu dritt nebeneinander. Auf den eigentlich recht gut ausgebauten größeren Straßen ist es keine Seltenheit, wenn plötzlich ein 50cm tiefes Schlagloch auftaucht, zum Glück haben wir einen SUV. Aber wir gewöhnen uns recht schnell daran und passen uns der Fahrweise einfach an 🙂

Unser Mietwagen für 14 Tage

Costa Rica ist ein sehr kleines Land, d.h. man kann innerhalb eines halben Tages direkt an die pazifische Küste in den Süden Costa Ricas fahren. Dort liegt der Nationalpark Corcovado, den wir nun erkunden wollen. Wir checken erst einmal im Hotel in der Stadt Puerto Jiménez ein, welche in der Nähe des Nationalparks liegt. Wir lassen unser großes Gepäck und das Auto dort, denn die nächsten zwei Tage haben wir eine Wandertour mit Übernachtung mitten im Regenwald gebucht.

Der Nationalpark Corcovado liegt auf der Halbinsel Osa und ist einer der artenreichsten Orte der Welt. Früh um 4Uhr stehen wir auf, um dann um 5:30Uhr mit einem kleinen Boot ca. 1,5 Stunden an der Küste der Halbinsel Osa entlang zu fahren.

1,5 Stunden Bootstour um die Halbinsel Osa herum, um dann in die Mitte vom Nationalpark Corcovado anzukommen

Wir legen an der Küste im Nationalpark Corcovado an und unsere kleinen Wander-Rucksäcke werden erst einmal überprüft auf Alkohol, Essen, Plastikflaschen, Messer, Zigaretten, Drogen usw. Dies darf alles nicht hinein genommen werden. Ausnahme sind wiederverwendbare Flaschen, damit wir auf unseren Wanderungen nicht verdursten.

Nachdem wir unsere festen Wanderschuhe angezogen haben, geht es auch schon auf unserer Entdeckungstour nach wilden Tieren los. Wir sind eine kleine Truppe von 9 Personen, geführt von unserem sehr netten Guide Jenkens, der zum Glück sehr gut Englisch kann. Wir wandern ca. drei Stunden zu unserer Unterkunft, einem ehemaligen Reservat für Biologen und Forscher.

Unsere Unterkunft „Sirena“ mitten im Dschungel

Dort gibt es ein Mittagessen und eine kleine Pause, bevor wir wieder auf Beobachtungstour nach wilden Tieren für ca. drei Stunden in den Regenwald gehen. Um 17Uhr wird es dunkel, also geht es zurück. Wir duschen und essen zu Abend.

Abendessen in Sirena
80 Stockbetten mit Moskitonetz gibt es hier für Besucher des Nationalparks

Danach geht es um halb 8Uhr Abends ins Bett. Wir sind von der Wanderung müde und schlafen gleich ein. Morgen früh um 5Uhr geht es aber erst richtig los mit unserer 20km Hiking-Tour über Wurzeln, Steine, Bäume, Matsch, durch Flüsse und am Strand entlang und das alles bei 33°C und mit einer sehr sehr hohen Luftfeuchtigkeit.

Erster Tag mit einem noch „normalen“ Weg
Zweiter Tag über Wurzeln, Stock und Steine…
Fernglas vom Guide – durch dieses konnten wir alle Tiere beobachten
Nasenbär
Nasenbären gibt es viele…
Mantelbrüllaffe beim Brüllen
Totenkopfaffe
Die Totenkopfaffen sind so flink, dass es schwer ist, sie zu fotografieren
Geoffroy-Klammeraffe
Fledermaus – welche der vielen Arten weiß ich nicht mehr…
Weiße Fledermaus hoch oben in der Palme – Wie unser Guide die entdecken konnte ist uns schleierhaft…
Königsspecht
Hellroter Ara
Toucan
Wieder ein Toucan – ganz oben im Baum versteckt
Ameisenbär – sie klettern auch gerne auf Bäume
Wenn ein Ameisenbär sich verteidigen muss, kann er gefährlich werden
Ein Tapir beim Schlammbaden
Kolibri
Meterlange, hohe Bäume…
…mit dicken Wurzeln
Man konnte an einem Baum in die dicke Wurzel hinein kriechen und auf der anderen Seite wieder hinaus!! Einfach unglaublich!!!
Die Wurzel war sehr eng zum hinein klettern…
Hier die Ansicht innen zur Baumkrone schauend.. alles hohl im Baum…es hätten hier 20 Personen Platz…
Ansicht auf den Ausgang
Ein Baum, eine Fichte und ich… 😉
Fluss, welcher ins Meer fließt
An diesem Fluss haben wir uns abgekühlt
Ein paar Kilometer gingen wir am Strand entlang…
Nach 9 Stunden und 20km wandern am zweiten Tag haben wir uns zum Abschluss eine Kokosnuss verdient

Es war eine super schöne, aber zwischendurch auch anstrengende Tour. Wir waren eine tolle, lustige Truppe und hatten sehr viel Spaß. Ohne unseren Guide Jenkens hätten wir kaum Tiere gesehen. Er hat uns viel Wissen über den Regenwald, die Tiere und die Pflanzen vermittelt.

Den Rest der Strecke werden wir in einem klimatisierten Kleinbus nach Puerto Jiménez zurückgebracht. Wir duschen und fallen sofort müde in unser Bett hinein.

Am nächsten Tag wollen wir nicht viel tun, denn es ist Weihnachten. Wir fahren 3,5 Stunden zu unserem nächsten Ziel, nämlich die Stadt Quepos.

Unser Hotel hat sogar ein kleines Schwimmbad und einen Weihnachtsbaum
Unsere Mitbewohner hier im Hotel – Gemeiner Schwarzleguan
Sie krabbeln hier im Garten, auf den Zäunen oder auf dem Dach herum

Dieses Jahr feiern wir Weihnachten etwas anders, denn statt Schnee und Weihnachtsbäume gibt es hier Sonne und Palmen. Am Heilig Abend heute gehen wir indisch essen 🙂

Leckeres Butter-Chicken mit Reis, Naan-Brot und Mango Lassi
Als Weihnachtsbaum gibt es hier eine beleuchtete Palme 🙂

Am ersten Weihnachtsfeiertag machen wir Abends eine Mangroven-Nachttour. Zwei Freunde sind mit dabei, die wir auf der Wanderung im National Park Corcovado kennen gelernt haben.

Wir sind acht Personen und zwei Guides in einem kleinem Boot, welches zwei Stunden nach Einbruch der Dunkelheit auf dem Rio Cotos im Mangrovensumpf entlang fährt. Mangroven sind salztolerante Bäume, die in Flußmündungen vorkommen und Lebensraum vieler Tiere sind.

Nasenfledermaus
Grüner Leguan
Kingfischer
Eine Echse
Ein Waschbär
Noch ein Waschbär
Ein Kranichvogel (Cayenneralle)
Bullfrog – Giftiger Ochsenfrosch
Drachenechse
Sozial Flycatcher
Opossum – Beutelratte

Morgen fahren wir 4 Stunden nach Monteverde.

Bis bald 🙂

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