Nach einem Zwischenstopp in Guatemala kommen wir nach 6 Stunden plus 2 Stunden Zeitverschiebung in der Hauptstadt von Costa Rica an. Es war zwar eine wackelige Landung wegen viel Wind, das war unangenehm, aber trotzdem sind wir sicher gelandet. Wir fahren mit einem roten Taxi ins Hotel und schlafen gleich, da es schon spät in der Nacht ist. Wir haben ein Zimmer im 12ten Stockwerk mit toller Aussicht auf San José (ca. 340000 Einwohner).


Am Tag darauf holen wir früh unseren Mietwagen für die nächsten zwei Wochen ab und schauen uns dann San José an.
Es ist wahnsinnig viel los in den Straßen, vielleicht aufgrund der baldigen Weihnachtsfeiertage. Also stürzen wir uns mitten in das laute Getümmel, zuerst zum „Mercado Central de San José“, dem größten überdachten Markt mit 200 Ständen, der einfach alles verkauft. Wir quetschen uns dort durch die kleinen Gassen und finden kaum den Ausgang, weil er wie ein Irrgarten verläuft. Zusätzlich zu den Marktständen gibt es kleine Restaurants, sogenannte Sodas. Dort kaufen wir uns zwei leckere Empanadas zum Mittag, das sind kleine Teigtaschen gefüllt mit Käse, Bohnen oder Huhn.
Anschließend laufen wir zu ein paar sehenswerten Gebäuden und schauen diese teilweise nur von außen an, da wir nicht die Zeit haben, hinein zu gehen.














Am nächsten Tag fahren wir ca. 6,5 Stunden (ca. 340km) nach Puerto Jiménez. Zwar fahren die Ticos (so werden hier die Costa-Ricaner genannt) etwas anders als wir und haben ein paar andere Vehaltensweisen im Straßenverkehr. Rote Ampeln sind hier nur eine Empfehlung zum Anhalten, überholt wird oft an den unmöglichsten Stellen und manchmal sogar zu dritt nebeneinander. Auf den eigentlich recht gut ausgebauten größeren Straßen ist es keine Seltenheit, wenn plötzlich ein 50cm tiefes Schlagloch auftaucht, zum Glück haben wir einen SUV. Aber wir gewöhnen uns recht schnell daran und passen uns der Fahrweise einfach an 🙂

Costa Rica ist ein sehr kleines Land, d.h. man kann innerhalb eines halben Tages direkt an die pazifische Küste in den Süden Costa Ricas fahren. Dort liegt der Nationalpark Corcovado, den wir nun erkunden wollen. Wir checken erst einmal im Hotel in der Stadt Puerto Jiménez ein, welche in der Nähe des Nationalparks liegt. Wir lassen unser großes Gepäck und das Auto dort, denn die nächsten zwei Tage haben wir eine Wandertour mit Übernachtung mitten im Regenwald gebucht.
Der Nationalpark Corcovado liegt auf der Halbinsel Osa und ist einer der artenreichsten Orte der Welt. Früh um 4Uhr stehen wir auf, um dann um 5:30Uhr mit einem kleinen Boot ca. 1,5 Stunden an der Küste der Halbinsel Osa entlang zu fahren.

Wir legen an der Küste im Nationalpark Corcovado an und unsere kleinen Wander-Rucksäcke werden erst einmal überprüft auf Alkohol, Essen, Plastikflaschen, Messer, Zigaretten, Drogen usw. Dies darf alles nicht hinein genommen werden. Ausnahme sind wiederverwendbare Flaschen, damit wir auf unseren Wanderungen nicht verdursten.

Nachdem wir unsere festen Wanderschuhe angezogen haben, geht es auch schon auf unserer Entdeckungstour nach wilden Tieren los. Wir sind eine kleine Truppe von 9 Personen, geführt von unserem sehr netten Guide Jenkens, der zum Glück sehr gut Englisch kann. Wir wandern ca. drei Stunden zu unserer Unterkunft, einem ehemaligen Reservat für Biologen und Forscher.

Dort gibt es ein Mittagessen und eine kleine Pause, bevor wir wieder auf Beobachtungstour nach wilden Tieren für ca. drei Stunden in den Regenwald gehen. Um 17Uhr wird es dunkel, also geht es zurück. Wir duschen und essen zu Abend.


Danach geht es um halb 8Uhr Abends ins Bett. Wir sind von der Wanderung müde und schlafen gleich ein. Morgen früh um 5Uhr geht es aber erst richtig los mit unserer 20km Hiking-Tour über Wurzeln, Steine, Bäume, Matsch, durch Flüsse und am Strand entlang und das alles bei 33°C und mit einer sehr sehr hohen Luftfeuchtigkeit.






























Es war eine super schöne, aber zwischendurch auch anstrengende Tour. Wir waren eine tolle, lustige Truppe und hatten sehr viel Spaß. Ohne unseren Guide Jenkens hätten wir kaum Tiere gesehen. Er hat uns viel Wissen über den Regenwald, die Tiere und die Pflanzen vermittelt.
Den Rest der Strecke werden wir in einem klimatisierten Kleinbus nach Puerto Jiménez zurückgebracht. Wir duschen und fallen sofort müde in unser Bett hinein.
Am nächsten Tag wollen wir nicht viel tun, denn es ist Weihnachten. Wir fahren 3,5 Stunden zu unserem nächsten Ziel, nämlich die Stadt Quepos.



Dieses Jahr feiern wir Weihnachten etwas anders, denn statt Schnee und Weihnachtsbäume gibt es hier Sonne und Palmen. Am Heilig Abend heute gehen wir indisch essen 🙂


Am ersten Weihnachtsfeiertag machen wir Abends eine Mangroven-Nachttour. Zwei Freunde sind mit dabei, die wir auf der Wanderung im National Park Corcovado kennen gelernt haben.
Wir sind acht Personen und zwei Guides in einem kleinem Boot, welches zwei Stunden nach Einbruch der Dunkelheit auf dem Rio Cotos im Mangrovensumpf entlang fährt. Mangroven sind salztolerante Bäume, die in Flußmündungen vorkommen und Lebensraum vieler Tiere sind.











Morgen fahren wir 4 Stunden nach Monteverde.
Bis bald 🙂
