Wir gewinnen einen kompletten Tag, da wir über die Datumsgrenze fliegen. Wir fliegen am 16.12.23 Abends in Fidschi los und kommen in L.A. nach 11 Stunden Flug wieder am 16.12.23 an, aber diesmal Mittags. Wir müssen die Uhr also 20 Stunden zurückstellen.
Am Airport in Los Angeles angekommen, fahren wir mit dem Fly-Away-Bus zur Union Station, dem Hauptbahnhof in L.A., wo sich alle Bus- und Bahnlinien treffen.

Vom Hauptbahnhof fahren wir mit U-Bahn und Bus weiter zu unserem Hotel, welches im Stadtteil Hollywood liegt. Charlie Chaplin soll hier wohl auch schon übernachtet haben.



Los Angeles ist nach New York die zweitgrößte Stadt in Amerika, daher brauchen wir ca. 2 Stunden vom Flughafen zum Hotel, wobei der Flughafen fast mitten in der Stadt liegt. Die Stadt ist einfach riesig!
Aufgrund des Jetlags sind wir sehr müde, also packen wir aus, essen etwas in einer schicken & teuren Cocktailbar nebenan und gehen früh ins Bett.

Am nächsten Tag fahren wir mit Bus & Bahn insgesamt 18km zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten, welche überwiegend im Stadtteil Hollywood liegen. Los Angeles ist so groß und breitflächig, dass man nur sehr wenig erlaufen kann. Wir müssen uns also gut überlegen, was wir anschauen wollen.
Wir entscheiden uns als erstes für das Griffith Observatorium im Griffith Park auf dem Mount Hollywood. Von hier oben hat man die beste Aussicht auf das Hollywood-Zeichen und eine schöne Aussicht auf L.A.. Übrigens ist ein Buchstabe des Hollywood-Zeichens 14 Meter hoch. Dieses Jahr hat es zum 100-jährigen Bestehen sogar einen neuen Anstrich bekommen.






Im Griffith Observatorium ist das Planetarium zwar offen, aber heute ist großer Andrang und die nächste Vorstellung zu spät. Wir lernen also kurz etwas über Astronomie und wollen dann weiter. Wir laufen den kleinen Wanderweg „Fern Dell Nature Trail“ vom Observatorium ca. 45 Minuten den Berg hinunter und fahren von dort mit dem nächsten Bus zum „Walk of Fame“.

Der Hollywood Walk of Fame ist ein Gehweg mit berühmten Prominenten der Unterhaltungsindustrie auf dem Hollywood Boulevard, welcher aktuell 2767 Sterne eingelassen hat und mehr als 2km lang ist. Die Sterne werden in fünf Kategorien mit entsprechendem Symbol vergeben.








In der Nähe des Dolby Theaters ist am Bürgersteig eine Demo. Wir schenken dieser keine Aufmerksamkeit, denken uns nichts dabei und spazieren daran vorbei. Dann fotografieren wir den vor dem Dolby Theater stehenden, überdimensional großen Weihnachtsbaum und essen erstmal ein leckeres Ben&Jerry-Eis 🙂


Plötzlich wird die Demo lauter, verlagert sich auf die Straße, es kommen Motorräder dazu und der Verkehr wird blockiert. Ein Auto driftet rasant im Kreis, die Motorräder knarren lauter und alle spielen verrückt. Wir kommen uns vor, wie in einem Hollywood-Aktion-Film, denn sogleich schwirrt ein Polizei-Helikopter über uns und Polizei-Autos rücken heran. Zwei Sekunden später fliehen die Motorräder und die Polizei löst alles auf, damit der Verkehr wieder fließen kann. So richtig wissen wir irgendwie nicht, was da los war und was das für eine Demo war. Ich war nur froh, dass es vorbei war. Ganz schön was los hier auf den Straßen in L.A.!!

Wir laufen noch ein paar Sterne weiter und fahren mit dem Bus zu unserer letzten Sehenswürdigkeit, dem Farmers Market in West Hollywood mit einer Shoppingmeile neben dran. Dies ist eine Art Weihnachtsmarkt. Alles schön geschmückt, aber statt Glühwein und Bratwürste gibt es hier Hot Dogs und teure Einkaufsläden.




Gegen 17Uhr wird es dunkel in La La Land (Spitzname für L.A.), daher kaufen wir zum Abendessen noch zwei Hot Dogs und ein Corned Beef Sandwich und fahren mit dem Bus wieder in unser Hotel. Nachts sollte man nicht in L.A. herum streunern, denn in manchen Gegenden ist die Kriminalität recht hoch.
Am nächsten Tag geht es mit dem Bus 45min in den Stadtteil Beverly Hills zum Rodeo Drive, eine Straße für die Schönen und Reichen zum Einkaufen. Hier steht auch das 5-Sterne-Hotel „Beverly Wilshire“, welches Drehort von dem Film „Pretty Woman“ ist. Wir laufen kurz in die Beverly Hills, um die ein oder andere schöne Villa zu sehen und dann geht es auch schon weiter.








Nun fahren wir weitere 45 Minuten zum Stadtteil Santa Monica ans Meer. Dort gibt es die berühmte Venice Beach mit dem Santa Monica Pier, auf dem ein kleiner Freizeitpark mit Achterbahn und Pommesbuden (Pacific Park) gebaut ist. Wir schlendern auf dem Pier, essen zwei Chili-Cheese-Hot-Dogs und schauen eine Weile am Strand den Surfern beim Wellenreiten zu.






Anschließend geht es fast 2 Stunden lang mit dem Bus zu unserem Hotel zurück. Morgen Mittag geht es wieder zum Flughafen.
Fazit für Los Angeles
Anfangs müssen wir uns daran gewöhnen, dass wir wenig beachtet werden und uns keiner mehr mit einem freundlichen fidschianischen Bula begrüßt bzw. wir die Angelenos nicht mit Bula ansprechen dürfen. Aber dann kommen wir schnell wieder rein, dass das Leben in einer riesengroßen, lauten Stadt mit vielen Menschen einfach komplett anders ist, als auf einer kleinen einsamen fidschianischen Insel.
Das Verkehrsnetz hier in L.A. geht auf jeden Fall nach Zeitplan und Bus & Bahn fahren pünktlich ab. Da hier in den 60er Jahren das Straßenbahnnetz von der Automobilindustrie komplett verdrängt wurde, gibt es hier wahnsinnig viele Autos, enorm viel Verkehr und zur Rush-Hour lange Staus. Seit der 90er Jahre wird wieder in das Schienennetz investiert, aber viele Stadtteile sind auch heute noch nur mit dem Bus zu erreichen, sogar der Airport. Aber die Stadt arbeitet dran und die öffentlichen Verkehrsmittel sind hier relativ günstig.
Uns fällt allgemein in L.A. auf, dass die Schere zwischen Arm und Reich groß ist. Auf der einen Seite sehen wir viele teure Autos, Luxusgeschäfte und schöne Villen in Beverly Hills, auf der anderen Seite vermehrt Obdachlose, meistens mit Einkaufswagen voller Kram oder in Zelten lebend. Wir lesen später im Internet, dass Kalifornien der Staat in Amerika mit den meisten Obdachlosen ist, auch aufgrund der vielen illegalen Einwanderer aus dem benachbarten Mexiko.
Auf jeden Fall gibt es hier tolle geschmückte Weihnachtsbäume, leckere Hot Dogs und tolles Ben&Jerry Eis 🙂
Wir sagen Tschüss zu Los Angeles!
Auf geht es nach Costa Rica 🙂
