Mit unserem mittlerweile schon 19ten Flug in den letzten 5 Monaten landen wir in Punta Arenas, der größten Stadt Südpatagoniens. Wir werden am Flughafen abgeholt und zum Camperverleih gebracht, welcher 45km südlich der Stadt liegt. Wir lassen uns den Camper zeigen und fahren zurück nach Punta Arenas um erst einmal einzukaufen, denn nur dort gibt es Supermärkte.



Hier in Südpatagonien darf man wild campen, daher fahren wir nach dem Einkauf an einen Platz an der Küste Bahia Carrera und übernachten dort, denn in der Nähe steht ein Katamaran, mit welchem wir um 5Uhr morgen früh unsere Wal- und Gletscher-Tour starten.

Wir fahren ca. 162 Seemeilen um die südlichste Spitze von Amerika in der Magellanstraße, welche eine Meerenge ist, zwischen dem südamerikanischen Festland, den südlichen Inseln und dem Feuerland und welche den atlantischen mit dem pazifischen Ozean verbindet.

Wir sehen auf unserer Tour ca. 20 Buckelwale!! Mit so vielen Walen haben wir nicht gerechnet, es war einfach fantastisch. Danach fahren wir zum kalbernden Gletscher von Santa Inés.



















Danach fahren wir wieder ein paar Stunden zurück zum Hafen, in welchem unser Camper steht. Da es in Chile erst um halb 9Uhr dunkel wird, fahren wir noch eine Stunde Richtung Süden und übernachten am Ende dieser Straße. Sie hört hier auf und es gibt nur noch einen kleinen Wanderweg, welcher zum „Faro San Isidro“, dem südlichsten Leuchtturm des südamerikanischen Kontinents, führt. Diesen wandern wir am nächsten Tag.







Nach der 12km-Wanderung fahren wir zurück Richtung Norden kurz vor die Stadt Punta Arenas. Bevor es am nächsten Tag aufs Land in die Einsamkeit an Punta Arenas vorbei geht, kaufen wir dort noch einmal ein, tanken, füllen Wassertank auf, leeren unsere Toilette und lassen ein defektes Autolicht reparieren. Alles nicht so einfach, denn nicht an jeder Tankstelle gibt es Wasser, darf man seine Toilette entsorgen oder gibt es Glühbirnen zu kaufen, da muss man erst einmal zu drei verschiedenen Tankstellen und einem Autohändler fahren. Wir müssen uns an das nicht ganz so luxuriöse Camperleben gewöhnen, denn es ist alles abenteuerlicher, enger und nicht so einfach wie mit Mietwagen und Hotels.
Nachmittags kommen wir im Nationalpark Pali Aike an. Dort gibt es drei Sehenswürdigkeiten, zu denen wir wandern, nämlich eine Lagune, einen Vulkankrater und eine Höhle. Danach dürfen wir bei dem Ranger vor dem Haus übernachten, aber auch nur, weil wir eine eigene Küche und eine eigene Toilette haben.









Am nächsten Tag fahren wir zur Fähre, welche uns vom südamerikanischen Festland auf die Insel Feuerland „Tierra del Fuego“ bringt. Danach fahren wir ca. 128km zur „Bahia Inutil“, eine Bucht an der Magellanstraße. Dort haben wir um 13Uhr eine Pinguin-Tour gebucht. Wir sehen hier die zweitgrößten Pinguine der Welt, die Königspinguine.




Anschließend fahren wir ca. 131km zum Lago Blanco, an welchem wir übernachten. Hier sind wir fast alleine, mitten im nirgendwo des chilenischen Teils von Feuerland.


Am Tag darauf fahren wir über die Grenze „Paso Bellavista“ in den argentinischen Teil von Feuerland. Hier müssen wir Reisepässe und viele weitere Zettel zeigen, außerdem darf man kein Obst, Gemüse oder Milchprodukte mitnehmen. Nach einer Stunde ist alles erledigt und wir fahren insgesamt noch ca. 260km nach Ushuaia, zur südlichsten Stadt der Welt. Hier in dieser Region verbringen wir nun die nächsten 5 Tage.
Bis bald 🙂

Schön, wieder einmal von euch zu lesen. Woher wisst ihr eigentlich immer die Namen der verschiedenen Tier- und Vogelarten? Googled ( englisches Wort verdeutscht) ihr es immer? Wir waren in den letzten Tagen sehr mit uns und Familie beschäftigt, deshalb erst heute diese Sätze. Aber eure Reise macht auch uns Spaß,
Und die Tierwelt ist fantastisch, aber passt auf die Pumas auf und übernachtet in Ranchernähe. Ganz liebe Grüße von Mutter
Hab mal gehört, dass Pumas ihre Beute von hinten angreifen, es soll helfen sich Augen auf die Rückseite der Mütze zu kleben.
Erfriert nicht, man kann auch mit Jacke im Bett liegen!