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Ecuador – Galapagos Inseln (23.01.-30.01.24)

Wir landen mittags, nach ca. 2 Stunden Flug von Guayaquil, auf der Isla San Christóbal, eine der 4 bewohnten Galapagos Inseln. Sie gehören zu Ecuador und umfassen 13 große Hauptinseln und über 100 weitere kleine Inselchen und Atollen. Insgesamt 3% dieser Inseln sind bewohnt, die restlichen 97% sind Natur und Tierreich und stehen unter strengem Naturschutz, weswegen diese Bereiche nur mit Genehmigung betreten werden dürfen. Aufgrund der isolierten Lage und Abgeschiedenheit konnten auf den Galapagos Inseln viele Tierarten entstehen und überleben, die einzig und alleine nur hier anzutreffen sind. 

Die bewohnten Hauptinseln San Christóbal, Isabela, Santa Cruz und Floreana weisen touristische Infrastruktur auf und können auf Eigenregie bereist werden. Wir besuchen nun erstmal zwei Tage San Christóbal, wo wir in der Hafenstadt „Puerto Baquerizo Moreno“ unser Hotel haben. Wir machen eine Wanderung am Hafen entlang, dann zu ein paar Stränden und anschließend zu einem Aussichtspunkt.

Die Stadt „Puerto Baquerizo Moreno“ ist mit 4000 Einwohnern die Hauptstadt der ecuadorianischen Provinz Galapagos
An kleinen Strandabschnitten in der Hafenstadt tummeln sich überall Seelöwen
Sogar auf der Straße liegen die Seelöwen hier herum
Von der Promenade aus sehen wir drei Rochen im Wasser…
…und rote Krebse auf den Steinen liegen
Blick auf die Hafenstadt „Puerto Baquerizo Moreno“
Playa Punto Carola
Seelöwen dösen im Sand
Galapagos Meerechsen liegen im Sand und bewegen sich kaum
Seelöwen lassen sich nicht von den Menschen beim schlafen stören
Pelikane und andere Vögel sieht man auf den Steinen am Leuchtturm sitzen
Wir laufen zum Aussichtspunkt „Mirador Cerro Tijeretas“
Marco und ein riesiger Kaktus. Der Kaktus ist links 🙂
Fast wäre ich in den Kaktus gefallen 🙂
Aussicht vom Mirador Cerro Tijeretas

Am nächsten Tag machen wir eine Tour mit dem Boot um die komplette Insel San Christóbal herum und besuchen verschiedene Spots zum Schnorcheln.

Kicker Rock
Wir schnorcheln ca. eine Stunde um den Kicker Rock herum.
Unser Guide warnt uns, dass wir immer 10 Meter vom Felsen Abstand nehmen sollen, denn es kann passieren, dass bei Regen – so wie heute – Teile der Felsen hinabstürzen.
Marco vor dem Kicker Rock.
Wir sehen einen gigantischen Fischschwarm unter uns. Er ist so groß, dass er gar nicht aufs Kamerabild passt.
Unser Guide leiht sich unsere Kamera und taucht 10m in die Tiefe durch den riesigen Fischschwarm hindurch. So ist dieses Bild entstanden…
Lizardhöhle
Wir schnorcheln in Sardina Bay vom Boot zum Strand – Hier schwimmt plötzlich ein weißer Hai um die Boote herum. Da unser Guide sagt, der tut nichts, wollen Marco und die Anderen eine Nahaufnahme mit der Kamera machen und näher heran. Ich dagegen klettere nach dem Schnorcheln lieber schnell aufs Boot…
Viele Pelikane bei Sardina Bay am Strand
Bei Punta Pitt sehen wir ungefähr 8 Wale!!!
Leider sieht man auf dem Bild nur ganz weit weg zwei Rückenflossen
Bahia Rosa Blanca
Unser Boot an der Bahia Rosa Blanca
An der Bahia Rosa Blanca halten wir an und laufen ein Stück über die Insel, um auf der anderen Seite ein drittes Mal zu schnorcheln
Hier sehen wir total viele Meeresschildkröten
Eine Schildkröte schöner als die andere
Diese Schildkröte verfolgen wir, während sie an die Wasseroberfläche schwimmt
Ein Seelöwe kommt ganz nah an uns heran geschwommen….
… wirbelt herum, dreht sich und schwimmt wieder weg. Vielleicht wollte er mit uns spielen…

Nach dem letzten Schorchelgang fahren wir ca. zwei Stunden mit dem Boot zurück zum Hafen.

Am nächsten Tag geht es wieder aufs Meer. Wir wollen nämlich mit der Fähre zur Insel Isabela fahren. Hierzu müssen wir die erste Fähre am frühen Morgen nehmen und einen Zwischenstopp in Santa Cruz einlegen, um von dort aus um 15Uhr weiter mit der Nachmittagsfähre zu fahren. Dieser Transfer nimmt leider einen kompletten Tag in Anspruch. Die Überfahrt mit der Fähre dauert von Insel zu Insel ca. 2 Stunden. Die Fähren sind nichts für schwache Nerven und empfindliche Mägen, denn es sind eher Schnellboote mit kleinerer Besetzung und bei hohem Wellengang kann es ziemlich unangenehm werden.

Bei Sonnenaufgang stehen wir am Hafen von San Christóbal, um mit der Fähre nach Isabela zu fahren
So früh sind sehr viele Seelöwen am Strandabschnitt in San Christóbal
Wir warten am Hafen von Santa Cruz ca. 5 Stunden auf die nächste Fähre, um auf die Insel Isabela zu fahren
Rettungsjacken und Kotztüten liegen im Boot bereit… jippey

Wir kommen gegen 18Uhr im Hotel auf Isabela an. Wir packen aus, duschen, gehen etwas essen und danach gleich ins Bett, denn die nächste Tour am nächsten Morgen startet wieder früh um 7Uhr. Mittlerweile sind wir es fast gewohnt, jeden Tag gegen 5 oder 6Uhr aufzustehen.

Wir fahren mit einem kleinen Boot zu den Lavatunnels von Isabela „Los Tuneles“, welche durch Lavaströme entstanden sind. Dort gehen wir zweimal schnorcheln und machen eine kleine Wanderung.

Auf dem Weg zum Hafen liegen viele Meeresechsen am Wegesrand herum…
…und Seelöwen tummeln sich auf dem Steg
Auf dem Felsen „Roca Union“ im Meer entdecken wir Seevögel
Wir schnorcheln in „Cabo Rose“
Wieder sind wir von sooo vielen Panzern umzingelt
Diesmal sehen wir riesige Meeresschildkröten – Fast doppelt so groß wie beim letzten Schnorchelgang!
Wir sehen einen Rochen..
…ein Seepferdchen
…und einen Fischschwarm mit sehr großen Fischen
Marco und der riesige Fischschwarm
Wir sehen einen Hai…
…und noch einen Hai, als wir durch die Tunnel blicken.
Wir entdecken Pinguine auf den Felsen
Dieser Pinguin springt vor unserer Nase ins Wasser und wir schwimmen kurz mit ihm mit…
Mit dem Boot schippern wir durch die Kanäle der Los Tuneles und bestaunen die bizarre Felslandschaft des Vulkangesteins
Blaufußtölpel – Er hat blaue Füße, die er durch Ablagerung aus der Nahrung erhält
Das Wasser ist glasklar und smaragdgrün
Wir beide in Los Tuneles

Nach der Tour laufen wir in Isabela noch zu einem See, auf dem immer Flamingos zu sehen sind. Leider hatten wir nicht viel Glück, es waren nur vereinzelt welche zu sehen. Auf dem Weg zurück sind wir über den schönen Strand von Isabela gelaufen. Dort liegen viele Meerechsen herum.

Flamingo
Meerechse am Strand
Vogelart aus der Familie der Darwinfinken
Wieder eine Meerechse
Galapagos Fliegenschnäpper

Abends gehen wir noch mit zwei Deutschen aus Halle, die wir auf der Tour kennengelernt haben, etwas essen. Danach ins Bett, denn morgen früh um 7Uhr machen wir eine 16km-Wanderung am Schildvulkan Sierra Negra.

Isabela ist zwar die größte Insel aller Galapagos Inseln, jedoch leben hier verhältnismäßig sehr wenige Einwohner. Außerhalb der Hafenstadt Puerto Villami gibt es ansonsten nur Natur. Isabela wuchs aus 6 ursprünglich seperaten Vulkaninseln durch ausströmenden Lava zu einer Insel zusammen. Der Sierra Negra besitzt mit 7x10km die größte Caldera aller Vulkane der Galapagos Inseln und ist ca. 1020m hoch. Der Vulkankrater ist also so groß, dass wir von ihm nicht ein Foto machen können, sondern zwei machen müssen.

Linke Hälfte des Vulkan Sierra Negra
Rechte Hälfte des Vulkan Sierra Negra
Wir wandern vom Krater wieder weg Richtung Landesinnere
Auf allen Galapagos Inseln und auch hier gibt es verschiedene Vegetationen…
Rechts neben Marco sieht man hier Lavatunnel, aus damaligen Lavaströmen entstanden
Kaum Tiere, nur Kakteen gibt es hier
Wie auf einer Marslandschaft
Überall schwarzes Lavagestein
Dicke Lavaschichten
Verschiedene Farben nimmt das Lavagestein an
Das einzige Tier, welches wir heute gesehen haben
Kompletter Blick über die Insel Isabela – Wenn man auf die Landkarte schaut, hat sie die Form eines Seepferdchens
Eine traumhafte Aussicht über Isabela, welche man mit der Kamera gar nicht festhalten kann

Im Hotel wieder angekommen sind wir ganz müde von der 5-Stunden-Wanderung und schlafen ein bisschen. Am nächsten Tag geht es um 6 Uhr früh mit der Fähre zwei Stunden zur nächsten und letzten Insel „Santa Cruz“.

Hafen von Santa Cruz

Wir checken im Hotel ein und laufen anschließend zum „Charles Darwin Research Center“. Dort betreibt diese Forschungsstation seit den 60er Jahren Artenschutz und zieht Jungtiere von Galapagos Riesenschildkröten (mit sattelförmigen Panzern) nach, um sie dann im Alter von 3 bis 5 Jahren auszuwildern. Es gibt ca. 10 verschiedene Unterarten der Galapagos Riesenschildkröte, je nach Vegetation der Insel z.B. Schildkröten mit sattelförmigen Panzern, die ihren Kopf nach oben bewegen und hohe Pflanzen fressen wie Kakteen, während Schildkröten mit kuppelförmigen Panzern nur niedrige Pflanzen fressen können.

Marco neben Charles Darwin. Marco ist der rechts 🙂
Ca. 1 Monate alte Galapagos Riesenschildkröten (Schildkröten mit sattelförmigen Panzern)
Ca. 1 Jahr alte Galapagos Riesenschildkröte, welche sich zum Blatt streckt
Ca. 2-3 Jahr alte Galapagos Riesenschildkröten
Ausgewachsene Galapagos Riesenschildkröte. Sie kann bis zu 120cm lang werden und 150 Jahre alt werden
Galapagos Riesenschildkröten gehören zu den größten Landschildkröten der Welt
Diese Unterart der Galapagos Schildkröten haben einen sattelförmigen Panzer, damit sie ihren Hals nach oben strecken können, um an hohe Kakteen heranzukommen. Sie können sich bis zu 2m weit strecken
Steven Spielberg hat die Galapagos Riesenschildkröte als Vorlage für seine Filmfigur E.T. genommen
Lonesome George – Der letzte Überlebende der Pinta-Schildkröte. Er verstarb 2012 und ist leider nun ein konservatives Präparat

Im 16ten Jahrhundert lebten ca. 250.000 Schildkröten auf den Inseln. Durch Seefahrer und Piraten, welche die Schildkröten überwiegend als Nahrungsquelle benutzten, gab es 1974 nur noch um die 3000. Von den 15 Unterarten sind 5 ausgestorben. Mittlerweile schätzt man den heutigen Bestand der Galapagos Riesenschildkröten durch langjährige mühsame Reproduktion durch menschliche Unterstützung auf ca. 15.000. Nur noch wenige leben tatsächlich in freier Wildbahn. Daher leben die übrig gebliebenen Schildkröten der Galapagos Inseln in großen Reservaten wie z.b. auf der Ranch Primicias von Santa Cruz, welche wir am nächsten Tag durch eine Tour besuchen.

Bevor wir die Ranch der Galapagos Riesenschildkröten (mit kuppelförmigem Panzer) besuchen, machen wir jedoch noch einen Abstecher zu zwei inaktiven Vulkankratern und einem Lavatunnel.

Los Gemelos – Erster Vulkankrater
Los Gemelos – Zweiter Vulkankrater
Zwischendurch sehen wir eine Galapagos Taube
Riesiger Lava Tunnel von Santa Cruz – Die Lava hat sich ihren Weg zum Meer gesucht
Die obere Schicht des Lavastrom ist erkaltet und fest geworden, dadurch ist ein riesiger Tunnel entstanden
Wir vermuten ca. 100m lang und ca. 5m hoch
Galapagos Riesenschildkröte (mit kuppelförmigem Panzer) auf dem Reservat der Ranch Primicias
Normalerweise sind Schildkröten alleine unterwegs, außer sie wollen sich paaren…
Sie schlafen nachts in Teichen, da sie ihren Körper im Schlamm kühlen
Dies ist noch eine der kleineren Galapagos Riesenschildkröten, also rechts zu sehen 😉
Sie reißen das Gras aus dem Boden heraus und schlucken es sofort ohne viel zu kauen
Dies ist die größte Schildkröte auf der Ranch. Sie kann bis zu 300kg wiegen.
Sie schlafen mindestens 12 Stunden und fressen den ganzen Tag
Wir durften auch mal ausprobieren, wie sich so ein Panzer anfühlt 😉

Am nächsten Tag fahren wir mit dem Bus, der Fähre und wieder mit dem Bus auf die Insel Baltra im Norden der Insel Santa Cruz, da wir dort mit dem Flugzeug nach Guayaquil fliegen. Dort haben wir 6 Stunden Aufenthalt am Flughafen bevor es von Guayaquil weiter nach Lima in Peru geht.

Fazit Ecuador

„Von nicht notwendigen Reisen nach Guayaquil und Umgebung wird bis auf Weiteres abgeraten.“

Als wir am 10ten Januar in Quito ankamen und diese Info im auswärtigen Amt lasen und dazu der Ausnahmezustand in Ecuador ein Tag zuvor verhängt worden ist, zweifelten wir ein wenig, ob das eine gute Idee war, dieses Land überhaupt zu besichtigen. Im Nachhinein sind wir jedoch sehr froh, dass wir nicht kurzfristig umgebucht haben und Ecuador mit seinen wunderschönen Anden, der „Straße der Vulkane“ von Quito nach Guayaquil und die dazugehörigen Galapagos Inseln besichtigt haben. Wenn wir nicht die Nachrichten gelesen hätten, wäre uns nichts aufgefallen – außer mehr Polizisten – denn dort wo wir waren, war alles friedlich, entspannt und die Menschen sehr hilfsbereit und freundlich.

Über Höhenkrankheit haben wir zwar hier und da mal was gelesen und dass die Luft auf hohen Bergen „dünner“ sein soll, aber so richtig gespürt, wie das mit der Höhe so ist, haben wir erst hier in Ecuador. Es war es auf jeden Fall wert, die Anden mit dem Auto zu erleben und eine traumhafte Berglandschaft nach der anderen zu sehen. Noch nie haben wir so hohe Vulkane wie den Cotopaxi oder den Chimborazo bestiegen und so schöne Vulkankraterseen wie den Quilotoa gesehen.

Die Galapagos Inseln gehören zu Ecuador und sind das I-Tüpfelchen des Landes. Die Inseln San Christóbal, Isabela und Santa Cruz, welche wir besucht haben, sind alle drei einzigartig. Auf San Christóbal haben wir putzige Seelöwen bestaunt, auf Isabela tolle Vulkanlandschaft erkundet und auf Santa Cruz Riesenschildkröten bewundert. Die blaue Unterwasserwelt mit ihren Tieren ist traumhaft schön und definitiv eine Reise wert.

Wir sagen „Muchas Gracias“ Ecuador!

Auf geht es nach Peru!

Bis bald 🙂

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. DieserDave

    schöner Bericht, tolle Bilder, danke.
    Wünsch euch prima Klima in Lima!

  2. Inge Wehrfritz

    Die Galapagosinseln waren bestimmt etwas Besonderes. Welche Tiere durfte Barbara streicheln? Frösche haben wir nicht gesehen!? Gab es keine zum Knuddeln? Schöne Zeit in Peru. In Chile muss es sehr heiß sein, viele Waldbrände dort. Passt auf euch auf, M u V

  3. Enrico

    @Babsi: Baust du so einen Schildkrötenpanzer in dein neues Sportprogramm ein?

    Sehr schöne Bilder, einfach Wahnsinn wie hübsch die Natur ist.
    Bin beim Lesen noch etwas hinterher. Aber ich hole auf😉

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